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Schadstoffe:
Mehr Schlaganfälle bei hoher Luftverschmutzung
Starke Luftverschmutzung scheint
die Anfälligkeit für einen Schlaganfall zu erhöhen,
haben taiwanische und chinesische Forscher entdeckt.
(jkm) - Steigt die Konzentration
von Staub und Stickoxiden in der Luft, werden demnach mehr Menschen
mit Gehirnblutungen oder Verschlüssen der Hirnarterien ins
Krankenhaus eingeliefert.
Dass eine hohe Luftverschmutzung
mehr Todesfälle aufgrund Atemwegs- und Herzerkrankungen nach
sich zieht, war bereits bekannt. Laut Chun-Yuh Yang von der Medizinischen
Universität in Kaohsiung belegen die neuen Resultate, dass
auch das Schlaganfallrisiko von der Luftgüte abhängt.
Vermutlich beeinflussten Luftschadstoffe das Blutvolumen und die
mechanischen Eigenschaften der Blutgefäße.
Yang und seine Kollegen führten
ihre Studie in Kaohsiung durch, der stark industrialisierten zweitgrößten
Stadt Taiwans. Bei über 23.000 Krankenhauseinweisungen aufgrund
von Schlaganfällen verglichen die Forscher die aktuelle Schadstoffkonzentration
mit der Lage in der vorherigen und der folgenden Woche. Eine steigende
Luftverschmutzung ließ die Zahl der Einweisungen demnach
deutlich ansteigen, berichten die Mediziner und Mathematiker im
Fachblatt "Stroke" - und das vor allem an Tagen mit
Temperaturen über 20 Grad Celsius.
Ihrer Analyse zufolge sind Feinstaub
mit Durchmessern unter 10 Mikrometern, kurz PM10, und Stickstoffdioxid
(NO2) die entscheidenden Faktoren. Mit jedem Anstieg der PM10-
bzw. NO2-Konzentration um 66 bzw. 14,5 Mikrogramm pro Kubikmeter
Luft stieg die Zahl der Einweisungen um etwa 50 Prozent. Diese
Beziehung galt sowohl für Schlaganfälle aufgrund einer
Hirnblutung als auch für solche aufgrund einer Mangeldurchblutung
des Gehirns.
"Wir raten dazu, sich bei
heißem Wetter nicht den Schadstoffen auszusetzen, daheim
zu bleiben und bei Bedarf die Klimaanlage einzuschalten",
so Yang. Letztlich könne aber nur eine Reduzierung der Luftverschmutzung
helfen.
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