vista verde SucheNewsThemenAktion

v i s t a   v e r d e   n e w s   -   W i s s e n s c h a f t   &   T e c h n i k


- 08.12.2005 -

 

  Nachrichten aus Umwelt und Natur täglich frei Haus - abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter:
 
 
[ mehr Infos ]


 

Nahrungsergänzungsmittel: Das Geschäft mit den "gesunden Kapseln"

Jeder dritte Deutsche greift zu Nahrungsergänzungen in Form von Pillen, Kapseln oder Pulvern - häufig unnötig, denn die Vitamin- und Mineralstoffversorgung in Deutschland hat meist ein hohes Niveau.

(aid/vv) - Jeder dritte Deutsche greift zu Nahrungsergänzungen in Form von Pillen, Kapseln oder Pulvern - so das Ergebnis einer Forsa-Studie. Besonders bei jungen, sportlichen und gestressten Menschen mit ausgeprägtem Gesundheitsbewusstsein und höherem Bildungsstand liegen die Erzeugnisse im Trend. Für die Industrie hat sich damit ein großer Markt eröffnet, der laut dem Verbraucher-Infodienst aid auf mindestens 1 Mrd. Euro Jahresumsatz allein mit Vitamin- und Mineralstoffpräparaten in Deutschland geschätzt wird.

Die Vertriebswege für Nahrungsergänzungsmittel sind vielfältig. Inzwischen sind sie fast überall erhältlich. Der internationale Markt ist durch einen häufigen Wechsel von Firmen und Produkten gekennzeichnet, was die Kontrolle für die Aufsichtbehörden, die Wettbewerbsvereine und die Gerichte erschwert. Blicken die Verbraucher da überhaupt noch durch? Der aid infodienst hat einen Leitfaden zusammengestellt, damit Verbraucher beim Einkauf nicht unseriösen Anbietern auf den Leim gehen.

Doch noch vor dem Kauf eines Produktes sollte laut aid die kritische Frage nach der Notwendigkeit einer Nahrungsergänzung stehen, denn die Vitamin- und Mineralstoffversorgung in Deutschland habe im Durchschnitt ganzjährig ein hohes Niveau. Lediglich bei Vitamin D, Folat, eventuell Vitamin E und Jod könnten Versorgungslücken entstehen. Natürlich gebe es aber in jeder Altersgruppe Menschen, die vom Durchschnitt abweichen würden und nicht optimal versorgt seien.

Beim Kauf eines Präparates sollte laut aid Vorsicht geboten sein, wenn auf der Verpackung keine vollständige Anschrift des Vertreibers stehe bzw. nur eine Anschrift im Ausland angegeben sei. Auch bei "Wundermitteln", Vorher-Nachher-Vergleichen mit Fotos und Dankesschreiben von zufriedenen Kunden sollten Verbraucher vorsichtig sein. Aussagen über die Verhütung oder Behandlung von Krankheiten seien bei Nahrungsergänzungsmitteln verboten und damit unseriös.

Sollten nach einem Kauf Zweifel kommen, ob das erworbene Präparat gesetzlichen Bestimmungen entspreche, könne man sich professionellen Rat bei allen Verbraucherzentralen und bei den Lebensmittelüberwachungsbehörden einholen. Vielleicht reiche es aber auch schon, die Ernährung durch kleine Änderungen zu optimieren statt gleich zur Pille zu greifen. Am besten lasse man sich fachkundig beraten, ob überhaupt ein erhöhter Bedarf oder sogar ein Mangel bestehe, rät der aid infodienst.

 

 Seite drucken

 Hinweis versenden


© PhotoCase.de

Jeder dritte Deutsche greift zu Nahrungs- ergänzungen in Form von Pillen, Kapseln oder Pulvern.

 

 Mehr Informationen:

aid: Richtig Essen

aid-Heft "Nahrungser- gänzungsmittel - Nutzen oder Risiko"

 

 Lesen Sie auch:

Obst und Gemüse: "5 am Tag" gilt nach wie vor

Umfrage: 60 Prozent achten nicht auf gesunde Ernährung

Extra-Vitamine schützen nicht vor Krebs

 
 

 Werbung

 
 
zurück zur vorherigen Seite    nach oben

News: Seite 1 | Politik | Natur | Wissenschaft| Wirtschaft
Rubriken: Home | Suche | News | Themen | Aktion
vista verde: Impressum | Hilfe | Werbung

 

© vista verde 2005
Alle Rechte vorbehalten
Jede Vervielfältigung - auch auszugsweise - bedarf der Genehmigung