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- 29.11.2005 -

 

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Pestizide aus dem Supermarkt

Obst und Gemüse aus Supermärkten ist zum Teil erheblich mit gesundheitsgefährdenden Pestiziden belastet. Zu diesem Ergebnis kommt Greenpeace in einem umfangreichen Test.

(vv) - Die Umweltorganisation Greenpeace hat 658 Obst- und Gemüseproben aus Supermarktketten in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Pestizid-Rückstände untersuchen lassen. Untersucht wurden Birnen, Tafeltrauben, Pfirsiche/Nektarinen, Tomaten, Gurken, Paprika, Karotten und Kopfsalat aus konventionellem Anbau. Das Ergebnis: Nur ein Drittel aller Obst- und Gemüseproben aus deutschen Supermärkten habe keine Pestizide enthalten, jede zweite Probe war nicht empfehlenswert, aber noch nicht akut gesundheitsgefährdend. Jede vierte Probe habe die Grenzwerte zum Teil deutlich überschritten.

In 100 Fällen, also bei 15 Prozent der Proben, seien die gesetzlichen Höchstmengen erreicht oder überschritten worden, sagte Manfred Krautter, Chemieexperte von Greenpeace. 16 Proben hätten Extrembelastungen aufgewiesen, die für Kleinkinder akut gesundheitsgefährdend seien. Darüber hinaus bestehe bei 27 von 112 untersuchten deutschen Gemüseproben der Verdacht, dass illegale Pestizide eingesetzt worden seien. In allen diesen Fällen habe Greenpeace Anzeige bei den zuständigen Behörden und Staatsanwaltschaften erstattet.

Obst und Gemüse der Handelskette Lidl und der zum Metro-Konzern gehörenden Kette Real sei am stärksten mit Pestiziden belastet gewesen. Der österreichische Marktführer Billa schnitt, gefolgt vom deutschen Discounter Aldi, am besten ab. Im Mittelfeld lagen laut Greenpeace Edeka/Spar, Tengelmann, Rewe und der Regionalanbieter tegut.

"Pestizidbelastete Lebensmittel gefährden vor allem Kinder. Sie können Hormonhaushalt und Immunsystem beeinträchtigen, Krebs auslösen oder das Nervensystem schädigen", sagte Kurt Müller vom Deutschen Berufsverband der Umweltmediziner. "Die steigenden Belastungen und zunehmende Pestizidcocktails gefährden unsere Gesundheit."

Die getesteten Ketten decken nach den Angaben über drei Viertel des deutschen Lebensmittelmarktes ab. Die Proben wurden im September gekauft und auf etwa 300 Wirkstoffe getestet. Die Ergebnisse veröffentlichte Greenpeace in dem kostenlosen Ratgeber "Pestizide aus dem Supermarkt" (PDF), der auch per E-Mail oder telefonisch unter 040-30618-120 bestellt werden kann.

 

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© PhotoCase.de

Auch Kopfsalat ist häufig mit Pestiziden belastet.

 

 Mehr Informationen:

Greenpeace- EinkaufNetz

Greenpeace-Ratgeber "Pestizide aus dem Supermarkt" (PDF)

 

 Lesen Sie auch:

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