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Künstliches Weiß aus Schneekanonen schadet der Bergwelt
Vielen Wintersportorten geht der Schnee aus.
Doch der Kunstschnee, auf den die Orte deshalb setzen, richtet
in der sensiblen Bergwelt großen Schaden an.
(vv) - Winterzeit ist Skifahrzeit, doch in vielen Wintersportorten
geht der Schnee aus. In der Not setzen die Veranstalter auf Kunstschnee
und richten damit in der sensiblen Bergwelt großen Schaden
an, berichtet die Zeitschrift "natur+kosmos" in ihrer
Dezemberausgabe.

© PhotoCase.de
Schneekanonen können in der sensiblen
Bergwelt großen Schaden anrichten.
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Allein in Bayern habe sich die Fläche, die künstlich
beschneit werden kann, in den letzten 15 Jahren mehr als verzehnfacht.
Seit diesem Jahr werde es noch leichter, Schneekanonen zu installieren,
weil die Vorschriften für ihre Genehmigung laxer geworden
seien. Zudem dürften die Kanonen jetzt zu jeder Tageszeit
arbeiten. Ihr Lärm nehme dem Bergwild dann auch noch die
letzten Ruhephasen.
Sogar oberhalb der Baumgrenze dürften sie künftig
für künstliches Weiß sorgen. Dort aber reagierten
Pflanzen besonders empfindlich auf den Eingriff. Manche Arten
verschwänden von den künstlich beschneiten Flächen,
die Erosion könne zunehmen.
Ein weiteres Problem ist laut "natur+kosmos" der immense
Energie- und Wasserverbrauch der Kanonen. Der Wasserbedarf, der
sich alpenweit zu dem Verbrauch einer Millionenstadt summiere,
werde oft aus Gebirgsbächen gedeckt. Für die Lebewesen
in den Bächen werde dann das Wasser knapp.
Umweltschützer, aber auch Vertreter der Tourismusbranche
mahnen daher, die Wintersportorte sollten auf Alternativen zum
alpinen Skisport setzen. Die Veranstalter könnten mehr für
diejenigen Gäste tun, die in die Alpen zum Wandern und Entspannen
kommen und eine intakte Bergwelt suchen.
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