|
Die Meere werden sauer
Nachdem saurer Regen bereits die Wälder
geschädigt hat, droht nun auch den Meeren die Verätzung
durch Treibhausgase.
Hamburg (vv) - Nachdem saurer Regen bereits die Wälder
massiv geschädigt hat, droht nun den Ozeanen die Verätzung
durch Treibhausgase. Wie das Magazin "Geo"
in seiner Dezemberausgabe berichtet, schlägt sich etwa ein
Drittel des riesigen Kohlendioxidausstoßes der Industrie
in den Weltmeeren nieder.
Aus Wasser und den Karbonat-Ionen des Gases bildet sich Kohlensäure.
Ein Team um James Orr vom französischen Laboratoire des Sciences
du Climat et de L'Environnement in Gif-sur-Yvette hat errechnet,
dass bei gleich bleibendem Ausstoß von Treibhausgasen in
rund 100 Jahren die Verätzung im Südlichen Ozean so
stark fortgeschritten sein wird, dass sich die Kalkhülle
vieler Meeresbewohner auflöst.
Besonders betroffen sind die nur Millimeter großen Flügelschnecken,
die zahlreichen Meerestieren als Nahrung dienen. Da am oberen
Ende der Nahrungskette wirtschaftlich bedeutsame Fische wie Lachs
und Hering stehen, hätte die Veränderung des Ökosystems
auch ernsthafte Konsequenzen für die Versorgung der Menschen
mit Fisch.
Seite
drucken
Hinweis
versenden
|