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Alte Apfelsorten besser für Allergiker
Bereits 20 Prozent der Bevölkerung leiden
unter einer Lebensmittelunverträglichkeit - Tendenz steigend.
Die Hitliste der auslösenden Nahrungsmittel ist dabei sehr
unterschiedlich.
(aid) - Bereits 20 Prozent der Allgemeinbevölkerung in westlichen
Ländern leiden unter einer Nahrungsmittelunverträglichkeit
- Tendenz steigend. Dass die Hitliste der auslösenden Nahrungsmittel
sehr unterschiedlich ist, beschrieb Prof. Stephan Bischoff von
der Universität Stuttgart-Hohenheim auf der Fachtagung der
Deutschen Gesellschaft für Ernährung - Sektion Baden-Württemberg
Mitte Oktober. Kinder leiden am meisten unter Milchallergie, gefolgt
von Ei-Allergie. Erwachsenen machen eher Früchte und Nüsse
das Leben schwer.
Vielfach ist noch nicht klar, warum ein Allergiker an Armen Hautreizungen
bekommt, ein anderer am Hals. Viele Studien zeigen inzwischen,
dass die Ursache für die zunehmende Verbreitung von Allergien
nicht in der Luftverschmutzung zu suchen ist. Vielmehr wird das
übertriebene Hygieneverhalten der Betroffenen als Auslöser
für Allergien gesehen.
Alte Apfelsorten besser für Allergiker
Allergen ist nicht gleich Allergen. Prof. Hans Steinhart, Lehrstuhl
für Lebensmittelchemie an der Universität Hamburg, erklärte,
dass nur die ganz bestimmte Anordnung der Aminosäuren in
einem Lebensmittel für eine Allergie verantwortlich ist.
Allerdings kann die Aneinanderreihung der Aminosäuren durch
Bearbeitung in der Produktion oder in der Küche verändert
werden. Rohe Früchte sind für viele Apfelallergiker
nicht geeignet. Werden die Äpfel vor dem Verzehr gekocht,
haben die Betroffenen keine Probleme. "Deshalb ist Apfelmus
meist allergenfrei", so Steinhart in seinen Ausführungen.
Die Allergie hervorrufenden Eiweißbausteine werden durch
das Kochen der Äpfel zerstört oder verändert und
sind daher für den Allergiker nicht mehr gefährlich.
Aber nicht nur die Zubereitung der Äpfel spielt eine Rolle.
Interessant ist, dass neue Apfelsorten wesentlich mehr Allergien
hervorrufen als alte Apfelsorten. "Golden Delicious, eine
eher neue Apfelsorte, ist hoch allergen", erklärt der
Hamburger Wissenschaftler. Also ein Grund mehr, bei der Früchteauswahl
die heimischen Sorten zu bevorzugen - vielleicht auch, wenn man
selbst nicht Allergiker ist.
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