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- 28.10.2005 -

 

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Klimawandel: Dürren und Überschwemmungen in Europa

Der weltweite Klimawandel und die geänderte Landnutzung bedrohen in Europa vor allem Bergregionen und den Mittelmeerraum, so eine aktuelle Studie. Dürren und Überschwemmungen nehmen zu.

(vv) - Der weltweite Klimawandel und die geänderte Landnutzung bedrohen in Europa vor allem Bergregionen und den Mittelmeerraum. Heftige Dürren wie in den Jahren 2003 und 2005 könnten sich in Zukunft besonders im Mittelmeerraum häufen, warnt ein Team aus 16 europäischen Forschungseinrichtungen unter Leitung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und der Universität Wageningen in einer neuen Studie. Probleme in der Land- und Forstwirtschaft, im Naturschutz, der Energie- und Wasserwirtschaft sowie im Tourismus könnten die Folge sein.

Die Durchschnittstemperaturen in Europa könnten sich bis 2080 zwischen 2,1 und 4,4 Grad Celsius erhöhen, besonders in Nordeuropa wird es wärmer. Der Klimawandel allein könnte dazu führen, dass bis zum Jahr 2080 zusätzliche 14 bis 38% der Bevölkerung des Mittelmeerraums in Gebieten mit erhöhtem Wassermangel leben. Hinzu komme die zusätzliche Belastung durch steigenden Wasserbedarf für Tourismus und Landwirtschaft.

Die Wissenschaftler erwarten häufigere und schwerere Trockenperioden, ähnlich den Dürren in den Jahren 2003 und 2005. Solche Trockenperioden erhöhen die Waldbrandgefahr, besonders im Mittelmeerraum. Höhere Temperaturen und der Rückgang der Schneedecke verändern den Jahresverlauf und die Menge des Wassers in Flüssen: Generell wird eine geringere Wasserführung im Sommer und mehr Wasser im Winter erwartet. Dies erhöht die Gefahr von Überschwemmungen und beeinträchtigt die Schiffbarkeit, ebenso die Wasserkraftnutzung im Sommer. Der Rückgang der Schneedecke beeinträchtigt außerdem den Wintersport.

"Die Verantwortlichen für den Naturschutz werden mit erheblichen Veränderungen in der Häufigkeit und Verbreitung von Tier- und Pflanzenarten rechnen müssen, besonders die Tiere und Pflanzen der Gebirge und des Mittelmeergebietes sind empfindlich; schon heute sind Veränderungen unübersehbar", erklärte Dagmar Schröter, wissenschaftliche Koordinatorin der Studie, im Fachblatt "Science".

 

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© ArtToday

Durch den Klimawandel leiden immer mehr Gebiete in Europa unter Dürre.

 

 Mehr Informationen:

PIK Potsdam

 

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