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Klimawandel: Dürren und Überschwemmungen in Europa
Der weltweite Klimawandel und die geänderte
Landnutzung bedrohen in Europa vor allem Bergregionen und den
Mittelmeerraum, so eine aktuelle Studie. Dürren und Überschwemmungen
nehmen zu.
(vv) - Der weltweite Klimawandel und die geänderte Landnutzung
bedrohen in Europa vor allem Bergregionen und den Mittelmeerraum.
Heftige Dürren wie in den Jahren 2003 und 2005 könnten
sich in Zukunft besonders im Mittelmeerraum häufen, warnt
ein Team aus 16 europäischen Forschungseinrichtungen unter
Leitung des Potsdam-Instituts
für Klimafolgenforschung (PIK) und der Universität
Wageningen in einer neuen Studie. Probleme in der Land- und Forstwirtschaft,
im Naturschutz, der Energie- und Wasserwirtschaft sowie im Tourismus
könnten die Folge sein.
Die Durchschnittstemperaturen in Europa könnten sich bis
2080 zwischen 2,1 und 4,4 Grad Celsius erhöhen, besonders
in Nordeuropa wird es wärmer. Der Klimawandel allein könnte
dazu führen, dass bis zum Jahr 2080 zusätzliche 14 bis
38% der Bevölkerung des Mittelmeerraums in Gebieten mit erhöhtem
Wassermangel leben. Hinzu komme die zusätzliche Belastung
durch steigenden Wasserbedarf für Tourismus und Landwirtschaft.
Die Wissenschaftler erwarten häufigere und schwerere Trockenperioden,
ähnlich den Dürren in den Jahren 2003 und 2005. Solche
Trockenperioden erhöhen die Waldbrandgefahr, besonders im
Mittelmeerraum. Höhere Temperaturen und der Rückgang
der Schneedecke verändern den Jahresverlauf und die Menge
des Wassers in Flüssen: Generell wird eine geringere Wasserführung
im Sommer und mehr Wasser im Winter erwartet. Dies erhöht
die Gefahr von Überschwemmungen und beeinträchtigt die
Schiffbarkeit, ebenso die Wasserkraftnutzung im Sommer. Der Rückgang
der Schneedecke beeinträchtigt außerdem den Wintersport.
"Die Verantwortlichen für den Naturschutz werden mit
erheblichen Veränderungen in der Häufigkeit und Verbreitung
von Tier- und Pflanzenarten rechnen müssen, besonders die
Tiere und Pflanzen der Gebirge und des Mittelmeergebietes sind
empfindlich; schon heute sind Veränderungen unübersehbar",
erklärte Dagmar Schröter, wissenschaftliche Koordinatorin
der Studie, im Fachblatt "Science".
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