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- 21.10.2005 -

 

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Acrylamidgehalte in Lebensmitteln sinken nur geringfügig

Der Acrylamidgehalt in Lebensmitteln ist im vergangenen Jahr nur leicht gesunken. Das teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit mit.

(vv) - Der Acrylamidgehalt in Lebensmitteln ist insgesamt nur leicht gesunken. Kartoffelchips, Knäckebrot, Malzkaffee, Lebkuchen und Mürbegebäck enthielten im vergangenen Jahr durchschnittlich weniger Acrylamid. Dies ist das Ergebnis einer Auswertung von Länderdaten für 2004/2005, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Bonn vorstellte.

Zugenommen habe die mittlere Acrylamidbelastung bei Müsli und Cornflakes, zubereiteten Pommes frites und Kartoffelpuffern sowie Spekulatius, Zwieback und Keksen für Säuglinge bzw. Kleinkinder. Allerdings nahm in dieser Warengruppe die Zahl der Produkte mit besonders hoher Acrylamidbelastung ab.

Bei Röstkaffee, Diabetiker-Dauerbackwaren und löslichem Kaffee sei der so genannte Medianwert auf dem Vorjahresniveau geblieben. Bei den Diabetiker-Dauerbackwaren konnte die Zahl der hoch belasteten Produkte deutlich gesenkt werden. Bei Röstkaffee, löslichem Kaffee und Kaffeeersatz scheinen laut BVL die Grenzen der technologisch realisierbaren Minimierung erreicht. Eine weitere Reduzierung der Acrylamidgehalte wäre bei vielen Kaffeeprodukten nur durch gravierende Änderungen der Verarbeitung möglich.

Die aktuellen Forschungsergebnisse und Erkenntnisse bieten nach Ansicht des BVL die Möglichkeit, die bestehenden "Empfehlungen für eine gute Herstellungspraxis" zu ergänzen. Diese Leitlinien müssten von der betroffenen Wirtschaft im Rahmen ihrer Sorgfaltspflicht konsequent und durchgängig umgesetzt werden. So gebe es etwa besonders geeignete Kartoffelsorten, die in der Verarbeitung geringere Mengen Acrylamid bildeten.

Acrylamid entsteht im Zuge der "Bräunungsreaktion", wenn stärkehaltige Lebensmittel gebraten oder gebacken, frittiert oder geröstet werden. Die Substanz löst im Tierversuch Krebs aus und schädigt das Erbgut. Das Bundesinstitut für Risikobewertung geht davon aus, dass diese gesundheitsschädigenden Wirkungen mit großer Wahrscheinlichkeit auch beim Menschen auftreten. Deshalb empfiehlt das Institut, Herstellungsverfahren zu entwickeln, bei denen die Entstehung von Acrylamid vermieden wird.

 

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© Photocase.de

Die meisten Kartoffelchips enthalten deutlich weniger Acrylamid als noch vor einem Jahr.

 

 Mehr Informationen:

BVL zu Acrylamid

Acrylamid-Forum

aid-Flyer "Acrylamid" (pdf)

 

 Lesen Sie auch:

Acrylamid: Erfolgsstory im Verborgenen

Acrylamid in Kartoffelchips: Belastung verringert

Nahrungsmittel: Wie Acrylamid entsteht

 

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