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Acrylamidgehalte in Lebensmitteln sinken nur geringfügig
Der Acrylamidgehalt in Lebensmitteln ist im
vergangenen Jahr nur leicht gesunken. Das teilte das Bundesamt
für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit mit.
(vv) - Der Acrylamidgehalt in Lebensmitteln ist insgesamt nur
leicht gesunken. Kartoffelchips, Knäckebrot, Malzkaffee,
Lebkuchen und Mürbegebäck enthielten im vergangenen
Jahr durchschnittlich weniger Acrylamid. Dies ist das Ergebnis
einer Auswertung von Länderdaten für 2004/2005, die
das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
(BVL) in Bonn vorstellte.
Zugenommen habe die mittlere Acrylamidbelastung bei Müsli
und Cornflakes, zubereiteten Pommes frites und Kartoffelpuffern
sowie Spekulatius, Zwieback und Keksen für Säuglinge
bzw. Kleinkinder. Allerdings nahm in dieser Warengruppe die Zahl
der Produkte mit besonders hoher Acrylamidbelastung ab.
Bei Röstkaffee, Diabetiker-Dauerbackwaren und löslichem
Kaffee sei der so genannte Medianwert auf dem Vorjahresniveau
geblieben. Bei den Diabetiker-Dauerbackwaren konnte die Zahl der
hoch belasteten Produkte deutlich gesenkt werden. Bei Röstkaffee,
löslichem Kaffee und Kaffeeersatz scheinen laut BVL die Grenzen
der technologisch realisierbaren Minimierung erreicht. Eine weitere
Reduzierung der Acrylamidgehalte wäre bei vielen Kaffeeprodukten
nur durch gravierende Änderungen der Verarbeitung möglich.
Die aktuellen Forschungsergebnisse und Erkenntnisse bieten nach
Ansicht des BVL die Möglichkeit, die bestehenden "Empfehlungen
für eine gute Herstellungspraxis" zu ergänzen.
Diese Leitlinien müssten von der betroffenen Wirtschaft im
Rahmen ihrer Sorgfaltspflicht konsequent und durchgängig
umgesetzt werden. So gebe es etwa besonders geeignete Kartoffelsorten,
die in der Verarbeitung geringere Mengen Acrylamid bildeten.
Acrylamid entsteht im Zuge der "Bräunungsreaktion",
wenn stärkehaltige Lebensmittel gebraten oder gebacken, frittiert
oder geröstet werden. Die Substanz löst im Tierversuch
Krebs aus und schädigt das Erbgut. Das Bundesinstitut für
Risikobewertung geht davon aus, dass diese gesundheitsschädigenden
Wirkungen mit großer Wahrscheinlichkeit auch beim Menschen
auftreten. Deshalb empfiehlt das Institut, Herstellungsverfahren
zu entwickeln, bei denen die Entstehung von Acrylamid vermieden
wird.
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