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- 29.09.2005 -

 

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Stiftung Warentest: Nur jedes dritte "alternative" Heilverfahren ist wirksam

Nur ein Drittel der "alternativen" Untersuchungs- und Heilverfahren ist laut Stiftung Warentest sicher und hat nachgewiesenermaßen positive Effekte für die Gesundheit.

(vv) - Nur ein Drittel von 58 untersuchten "alternativen" Untersuchungs- und Heilverfahren ist laut Stiftung Warentest sicher und hat nachgewiesenermaßen positive Effekte für die Gesundheit. Zwei Drittel hätten bisher eine Wirkung nicht abschließend nachweisen können, hätten Risiken oder seien untauglich, um Krankheiten und gesundheitliche Störungen zu beheben. Einige Verfahren könnten aber als Ergänzung zur Schulmedizin durchaus dazu beitragen, Krankheiten zu lindern oder zu heilen. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in ihrem neuen Buch "Die Andere Medizin", in dem sie komplementäre Heilverfahren beurteilt hat. Hierzu hatten die Verbraucherschützer Fachliteratur und Studien gesichtet und bewertet.

Eine nicht nachgewiesene Wirkung hätten z. B. die Bachblüten- und die Bioresonanztherapie sowie die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie. Die Chirotherapie soll besonders bei Rückenschmerzen helfen. Einem noch umstrittenen Wirksamkeitsnachweis stünden jedoch schwerwiegende Risiken wie Schlaganfälle und neurologische Zwischenfälle durch die Behandlung gegenüber. Das Gesamturteil der Stiftung Warentest: nicht geeignet.

Wenig geeignet sei auch Ayurveda, weil ayurvedische Arzneimittel hierzulande nicht zugelassen sind. Importierte Produkte hätten sich als verunreinigt, mit problematischen Inhaltsstoffen oder Giften versetzt gezeigt. Die Hinweise zur Wirksamkeit des sicherlich bekanntesten und am meisten genutzten Verfahrens, der Homöopathie, sind laut Stiftung Warentest so schwach, dass sie sich von Plazeboeffekten nicht abgrenzen lassen. Trotzdem werden homöopatische Behandlungen von einigen Kassen bezahlt.

Positiv beurteilte die Stiftung u.a. Massagen und die Akupunktur. Massagen hätten eine nachgewiesene Wirkung bei Angstzuständen, Asthma und zur Vorbeugung von Wundliegen. Durch Akupunktur könnten bestimmte Schmerzzustände und auch Übelkeit aufgrund verschiedener Ursachen wirksam behandelt werden. Bei Asthma, Geburtsschmerzen, Tinnitus und auch bei der Raucherentwöhnung zeige der Einsatz von Akupunktur jedoch keinen Erfolg.

Mit Verwunderung hat der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) die Ergebnisse der Untersuchung zur Kenntnis genommen. "Die Stiftung Warentest erklärt knapp 3000 Jahre alte Heilmedizin zum Placebo, nur weil deren Wirkung wissenschaftlich noch nicht umfassend belegt ist", sagte BPI-Hauptgeschäftsführer Henning Fahrenkamp am Mittwoch in Berlin. "Millionen von Patienten machen seit Jahren gute Erfahrungen etwa mit der Homöopathie. Wenn die Stiftung Warentest jetzt das Gegenteil behauptet, verunsichert sie die Verbraucher."

 

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Stiftung Warentest

BPI

Ergebnisse der Stiftung Warentest: Welche Alternativmedizin hilft wann?

 

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