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EU-Studie: Beitrag der Informationstechnologie zum Umweltschutz
fraglich
Die Informations- und Kommunikationstechnik
kann nur durch politische Vorgaben einen nennenswerten Beitrag
zum Umweltschutz leisten, so eine EU-Studie. Forscher beobachteten
auch gegenläufige Umwelteffekte.
(vv) - Die Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) wird
bis zum Jahr 2020 insgesamt nur wenig Einfluss auf Abfallmenge
und Energieverbrauch, Transportvolumen und Treibhausgasemissionen
in der EU haben. Es sei denn, grundlegende politische und wirtschaftliche
Rahmenbedingungen werden verändert. Dies ist Ergebnis einer
Studie, die ein vom Berliner Institut für Zukunftsstudien
und Technologiebewertung (IZT) geführtes internationales
Konsortium im Auftrag der Europäischen Kommission erarbeitet
hat.
Zwei Beispiele nennen die Forscher für die von ihnen beobachteten
gegenläufigen Umwelteffekte: Bestellungen via Internet führen
zwar zu weniger Individualverkehr, aber dafür nehmen Lieferverkehr
und Verpackungsaufwand zu. IT-Geräte werden zwar immer kleiner
und materialsparender, gleichzeitig aber werden Produktzyklen
und Nutzungsdauer immer kürzer - die Abfallmengen insgesamt
wachsen.
IZT-Projektleiter Lorenz Erdmann sieht die Politik in der Pflicht:
"Politische Vorgaben müssen die positiven Umwelteffekte
von IKT maximieren und gleichzeitig die negativen minimieren.
Nur dann wird IKT einen beachtenswerten Beitrag zu ökologischer
Nachhaltigkeit leisten können."
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