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- 03.05.2005 -

 

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Endstation Säugling: Über die Muttermilch entgiften Babys ihre Mütter

Indem Frauen beim Stillen Umweltgifte an ihre Kinder weitergeben, entgiften sie ihren eigenen Körper. Die Folgen sind wissenschaftlich umstritten.

(vv) - Frauen entgiften ihren Körper, indem sie beim Stillen die Schadstoffe an ihre Kinder weitergeben. Wie die Zeitschrift "natur+kosmos" in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, sind die Folgen wissenschaftlich umstritten.

Zu den Giften, die die Babys verkraften müssten, gehörten Umweltgifte wie DDT, Dioxin und PCB. Diese sind zwar in Deutschland längst verboten, jedoch sehr langlebig. Sie verteilen sich weiträumig in der Umwelt, gelangen über die Nahrung in die Tiere und letztlich reichern sie sich auch im Körper des Menschen an. Mütter haben jedoch weniger Gifte im Blut als andere Menschen, weil sie die Schadstoffe über die Nabelschnur und die Muttermilch an ihren Nachwuchs übertragen.

Allerdings muss das den Babys nicht unbedingt schaden: "Viele dieser Stoffe sind erst wirksam, wenn sie metabolisiert werden", sagte der Chemiker Michael Braungart, Leiter des Hamburger Umweltinstituts. "Bei Neugeborenen aber funktioniert die Leber noch nicht richtig." Daher rauschten die schädlichen Substanzen bei ihnen zum Teil einfach durch, ohne ihre schädliche Wirkung entfalten zu können. Auf der anderen Seite hätten Studien gezeigt, dass Flaschenkinder ein Viertel weniger PCB im Blut haben als Brustkinder und diese Belastung deutlich die Entwicklung des Gehirns beeinträchtigt, berichtete Andres Gies vom Umweltbundesamt.

Letztlich, da sind sich alle Experten einig, gebe es jedoch keine Alternative zur Muttermilch. Sie ist so nahrhaft, und das Stillen hat so viele Vorteile für die Entwicklung des Kindes und auch für die Mutter, dass man die Schadstoffspuren in Kauf nehmen solle, so "natur+kosmos". Vielmehr müssten neue Chemikaliengesetze dafür sorgen, dass die Vorkommen der Gifte in der Muttermilch geringer werden.

 

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© PhotoCase.de

Über die Muttermilch entgiften Babys ihre Mütter.

 

 Mehr Informationen:

natur+kosmos

Information des BMU zum neuen Chemikalienrecht

 

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