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- 30.03.2005 -

 

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Erdmagnetfeld beeinflusst Nachkommenschaft

Auch das Erdmagnetfeld entscheidet mit über das Geschlecht das Nachwuchses, haben russische Physiker entdeckt.

(jkm) - Bei vielen Tierarten und auch beim Menschen beeinflusst die Umwelt das Geschlecht das Nachwuchses. Eine besondere Spielart dieses Phänomens glauben russische Physiker entdeckt zu haben. Ihre statistische Analyse deutet darauf hin, dass das Erdmagnetfeld mit darüber entscheidet, ob einem Paar eine Tochter oder ein Sohn geboren wird.

Traten zum Zeitpunkt der Empfängnis starke Fluktuationen im geomagnetischen Feld auf, verschiebt sich das Geschlechterverhältnis demnach deutlich zugunsten weiblichen Nachwuchses. Schwache Oszillationen erhöhen dagegen die Chancen auf männlichen Nachwuchs, haben die Forscher vom Zentralen Forschungsinstitut für Röntgenologie und Radiologie des Russischen Gesundheitsministeriums in St. Petersburg ermittelt.

Für ihre Studie berücksichtigten die Forscher 600 zufällig ausgewählte Geburten in der Region St. Petersburg im Zeitraum von 1914 bis 1979. Von dem jeweiligen Geburtstermin gingen sie 280 Tage zurück, um den vermutlichen Empfängnistag zu ermitteln. Dann ermittelten sie den Status des Erdmagnetfelds an diesem Tag und in den unmittelbar davor und danach aufgetretenen Extremsituationen. Nahmen die Schwankungen des geomagnetischen Feldes zu, wurden demnach rund 15 Mädchen pro 10 Jungen geboren. Bei schwächer werdenden Oszillationen kamen dagegen etwa 16 Jungen pro 10 Mädchen zur Welt.

Über die magnetischen "Fühler" könne derzeit nur spekuliert werden, so die Forscher. Möglicherweise spielten elektrisch geladene Moleküle oder Beeinflussungen chemischer Reaktionen eine Rolle, wie sie auch im magnetischen Sinn von Zugvögeln vermutet werden. Da das weibliche Geschlecht generell für mehr Stabilität stehe als das männliche, machten die Verschiebungen das Geschlechterverhältnisses jedoch durchaus Sinn.

 

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© ArtToday

Das Erdmagnetfeld entscheidet mit darüber, ob einem Paar eine Tochter oder ein Sohn geboren wird.

 

 Mehr Informationen:

Informnauka

Geomagnetische Felder

 

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