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- 24.03.2005 -

 

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Kariesbakterien steigern Risiko für Frühgeburt

Amerikanische Wissenschaftler haben neue Belege für einen Zusammenhang zwischen Schwangerschaftsverlauf und Mundflora gefunden.

(jkm) - Wie die Forscher im "Journal of Periodontology" berichten, verkürzt bzw. verlängert sich die Schwangerschaftsdauer mit der Menge zweier Bakterienarten im Speichel. Gleichzeitig sinkt bzw. steigt das Geburtsgewicht des Kindes.

Frühere Studien hatten bereits einen Einfluss typischer Erreger von Zahnfleischentzündungen auf die Schwangerschaft nachgewiesen. Ananda Dasanayake von der New York University und seine Kollegen fanden nun, dass auch Karieserreger und andere Bewohner der Mundhöhle einen merklichen Effekt haben.

Für ihre Studie untersuchten der Zahnmediziner und sein Team Speichelproben von 297 Frauen. die mit ihrem ersten Kind schwanger waren. Mit jeder Verzehnfachung der Konzentration von Actinomyces naeslundii sanken die Schwangerschaftsdauer im Schnitt um 1,2 Tage und das Geburtsgewicht um durchschnittlich 60 Gramm. Ganz anders im Falle des Milchsäurebakteriums Lactobacillus casei: Eine Verzehnfachung der Konzentration im Speichel ging hier mit einer 0,9 Tage längeren Schwangerschaft und einem 42 Gramm höheren Geburtsgewicht einher.

Die Gründe für diesen Zusammenhang seien unklar, räumt Dasanayake ein. Möglicherweise könnten die Bakterien mit dem Blutstrom in die Gebärmutter gelangen, spekuliert der Zahnmediziner. Von den Bakterien selbst und vom Körper als Reaktion auf ihre Anwesenheit produzierte, entzündungsfördernde Substanzen lösten dann vielleicht Kontraktionen der Gebärmutter und eine Erweiterung des Gebärmutterhalses aus. Dies könnte einerseits weiteren Mikroben das Eindringen erleichtern und andererseits das Platzen der Fruchtblase begünstigen.

Nach Ansicht des Forschers und seiner Kollegen liefern die neuen Resultate einen Ansatz zur Identifizierung von Risikoschwangerschaften und zur Vermeidung von Frühgeburten.

 

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© PhotoCase.de

Kariesbakterien steigern das Risiko einer Frühgeburt.

 

 Mehr Informationen:

American Academy of Periodontology

Zahnreinigung könnte Frühgeburten vorbeugen

 

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