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- 21.03.2005 -

 

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Riesiger Eisberg wieder unterwegs

Ein riesiger Eisberg in der Antarktis hat sich erneut in Bewegung gesetzt und treibt nun auf eine Gletscherzunge zu.

(jkm) - Nachdem er vor zwei Monaten auf Grund gelaufen war, hat sich ein riesiger Eisberg in der Antarktis erneut in Bewegung gesetzt. Das zeigen Radar-Aufnahmen des Umweltforschungssatelliten Envisat. Damit könnte der 120 Kilometer lange Gigant mit der Bezeichnung B-15A doch noch eine auf dem Wasser schwimmende Gletscherzunge schrammen.

 


© ESA

Eisberg B-15A: Erneute Kollisionsgefahr mit der Drygalski-Eiszunge (linker Bildrand). Aufnahme vom 18. März.

 

B-15A ist ein Bruchstück eines noch größeren Eisbergs, der im März 2000 vom Ross-Eisschelf abgebrochen war. Nachdem er Kollisionen mit Vettern überstanden hatte, war er vor den Eingang zum McMurdo-Sund getrieben - und hatte, indem er Eis im Sund aufstaute, dort lebenden Pinguinen und Forschern das Leben schwer gemacht.

Im letzten Januar dann, trieb der 2.500 Quadratkilometer große Eisberg auf die nicht minder imposante Eiszunge des Drygalski-Gletschers zu. Einige Forscher hofften bereits, bei dem Zusammenprall könne B-15A zerbrechen und sich die Situation im Sund entspannen, da stoppte der Riese plötzlich. Tiefenmessungen deuteten darauf hin, dass er mit seiner der Küste zugewandten Flanke auf einen Unterwasserberg aufgelaufen war.

Nun ist B-15A durch die Gezeiten von seinem Auflagepunkt gedrückt worden und bewegt sich wieder von dem Sund weg. "Der größte Teil des Eisberg scheint den engen Kanal zwischen dem Unterwasserberg im Westen und Franklin Island im Osten passiert zu haben", erläutert Mark Drinkwater von der Europäischen Weltraumagentur ESA.

Sollte es noch zu einem Kontakt mit der Drygalski-Eiszunge kommen, "wäre das vermutlich ein 'Entlangschrammen' oder 'Anecken' durch das breitere hintere Ende, ähnlich wie bei einem LKW-Anhänger oder dem Heck eines Schiffs bei einer weiten Kurvenfahrt."

 

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 Mehr Informationen:

ESA

AMRC: Most Recent Iceberg Images


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