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Riesiger Eisberg wieder unterwegs
Ein riesiger Eisberg in der Antarktis hat sich
erneut in Bewegung gesetzt und treibt nun auf eine Gletscherzunge
zu.
(jkm) - Nachdem er vor zwei Monaten auf Grund gelaufen war, hat
sich ein riesiger Eisberg in der Antarktis erneut in Bewegung
gesetzt. Das zeigen Radar-Aufnahmen des Umweltforschungssatelliten
Envisat. Damit könnte der 120 Kilometer lange Gigant mit
der Bezeichnung B-15A doch noch eine auf dem Wasser schwimmende
Gletscherzunge schrammen.

© ESA
Eisberg B-15A: Erneute Kollisionsgefahr
mit der Drygalski-Eiszunge (linker Bildrand). Aufnahme
vom 18. März.
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B-15A ist ein Bruchstück eines noch größeren
Eisbergs, der im März 2000 vom Ross-Eisschelf abgebrochen
war. Nachdem er Kollisionen mit Vettern überstanden hatte,
war er vor den Eingang zum McMurdo-Sund getrieben - und hatte,
indem er Eis im Sund aufstaute, dort lebenden Pinguinen und Forschern
das Leben schwer gemacht.
Im letzten Januar dann, trieb der 2.500 Quadratkilometer große
Eisberg auf die nicht minder imposante Eiszunge des Drygalski-Gletschers
zu. Einige Forscher hofften bereits, bei dem Zusammenprall könne
B-15A zerbrechen und sich die Situation im Sund entspannen, da
stoppte der Riese plötzlich. Tiefenmessungen deuteten darauf
hin, dass er mit seiner der Küste zugewandten Flanke auf
einen Unterwasserberg aufgelaufen war.
Nun ist B-15A durch die Gezeiten von seinem Auflagepunkt gedrückt
worden und bewegt sich wieder von dem Sund weg. "Der größte
Teil des Eisberg scheint den engen Kanal zwischen dem Unterwasserberg
im Westen und Franklin Island im Osten passiert zu haben",
erläutert Mark Drinkwater von der Europäischen Weltraumagentur
ESA.
Sollte es noch zu einem Kontakt mit der Drygalski-Eiszunge kommen,
"wäre das vermutlich ein 'Entlangschrammen' oder 'Anecken'
durch das breitere hintere Ende, ähnlich wie bei einem LKW-Anhänger
oder dem Heck eines Schiffs bei einer weiten Kurvenfahrt."
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