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Testosteron macht Küken mutig
Mütterliche Hormone im Ei beeinflussen
die Persönlichkeit eines Kükens, haben österreichische
Forscher entdeckt.
(jkm) - Je mehr Testosteron die Henne in den Eidotter abgegeben
hat, desto kecker erkundet ihr Nachwuchs neue Umgebungen und kann
sich anderen Küken gegenüber besser durchsetzen.
Aus Eiern mit weniger Testosteron geschlüpfte Küken
sind dagegen ängstlicher, kontaktscheu und weniger neugierig,
ermittelten Sophie Rettenbacher von der Veterinärmedizinischen
Universität Wien und ihre Kollegen. Über den Hormongehalt
als zusätzliche Information neben den Genen, könne die
Mutter ihre Nachkommen optimal auf die jeweilige Umwelt vorbereiten.
Entwarnung für Ostereier
Allerdings hat auch diese Medaille zwei Seiten, fanden die Biochemiker
und Verhaltenskundler: Ist die Mutter Stress ausgesetzt, wirkt
sich dies - ähnlich menschlichen Schwangerschaften - ebenfalls
auf die Jungen aus. Schlechtere Entwicklung, geringeres Wachstum
und gestörtes Sozialverhalten können die Folge sein.
Über welche Hormone die Stress-Information übermittelt
wird, ist noch unklar. Typische Stresshormone scheinen nicht beteiligt
zu sein.
Auf Menschen hätten die Hormone im Eidotter jedoch keine
Wirkung, beruhigen die Forscher angesichts des bevorstehenden
Osterfestes.
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