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- 11.03.2005 -

 

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Gefährliche Jagd auf Truthähne

Die herbstliche Truthahnjagd ist für US-Jäger besonders gefährlich. Ursache sind jedoch nicht etwa aggressive Vögel, sondern unbekümmerte Jagdgenossen.

(jkm) - Die Häufigkeit von Jagdunfällen hängt auch vom jeweils bejagten Wild ab, haben amerikanische Mediziner ermittelt. Besonders gefährlich ist demnach die herbstliche Truthahnjagd mit 7,5 Unfällen pro 100.000 Jäger. Ursache sind jedoch nicht etwa aggressive Vögel, sondern unbekümmerte Jagdgenossen.

 


© Henry Zeman/National Wild Turkey Federation

Die östliche Unterart des wilden Truthahns (Meleagris gallopavo silvestris) ist in den USA am weitesten verbreitet und wird am stärksten bejagt.

 

Wer Truthähne schießen wolle, hocke sich in der Regel gut getarnt in ein Gebüsch und suche die Vögel durch Nachahmung ihrer Rufe anzulocken, erläutert Joseph Smith, zum Zeitpunkt der Studie tätig im Geisinger Medical Center in Danville, Pennsylvania. Mitunter geschehe es jedoch, dass andere Jäger sich ebenfalls täuschen ließen und unter Missachtung aller Jagdvorschriften in das Gebüsch feuerten. Etwa 75 Prozent der Truthahnjagd-Unfälle seien so zu erklären.

Smith und Kollegen untersuchten 1.345 Jagdunfälle mit Schusswaffen, die sich in den Jahren 1987 bis 1999 im US-Bundesstaat Pennsylvania ereignet hatten. Die Jagd auf Vögel ist demnach nicht generell gefährlich, berichten die Forscher im "Journal of Trauma". Für die Birkhuhnjagd registrierten sie lediglich 1,9 Vorfälle pro 100.000 Jäger, während Unfälle bei der Jagd auf Fasane nur zu 1,3 Prozent und damit besonders selten tödlich ausgingen.

Truthahnjäger können sich auf einfache Weise schützen, indem sie eine neonfarbene Weste tragen, betonen Smith und Kollegen. Als solche Westen zu Beginn der 90er-Jahre vorübergehend Pflicht wurden, sei die Zahl der Jagdunfälle prompt gesunken. Den Jagderfolg schmälere dies keinesfalls, belegten die entsprechenden Statistiken.

 

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National Wild Turkey Federation

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