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Gefährliche Jagd auf Truthähne
Die herbstliche Truthahnjagd ist für US-Jäger
besonders gefährlich. Ursache sind jedoch nicht etwa aggressive
Vögel, sondern unbekümmerte Jagdgenossen.
(jkm) - Die Häufigkeit von Jagdunfällen hängt
auch vom jeweils bejagten Wild ab, haben amerikanische Mediziner
ermittelt. Besonders gefährlich ist demnach die herbstliche
Truthahnjagd mit 7,5 Unfällen pro 100.000 Jäger. Ursache
sind jedoch nicht etwa aggressive Vögel, sondern unbekümmerte
Jagdgenossen.

© Henry Zeman/National Wild
Turkey Federation
Die östliche Unterart des wilden Truthahns
(Meleagris gallopavo silvestris) ist in den USA am weitesten
verbreitet und wird am stärksten bejagt.
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Wer Truthähne schießen wolle, hocke sich in der Regel
gut getarnt in ein Gebüsch und suche die Vögel durch
Nachahmung ihrer Rufe anzulocken, erläutert Joseph Smith,
zum Zeitpunkt der Studie tätig im Geisinger Medical Center
in Danville, Pennsylvania. Mitunter geschehe es jedoch, dass andere
Jäger sich ebenfalls täuschen ließen und unter
Missachtung aller Jagdvorschriften in das Gebüsch feuerten.
Etwa 75 Prozent der Truthahnjagd-Unfälle seien so zu erklären.
Smith und Kollegen untersuchten 1.345 Jagdunfälle mit Schusswaffen,
die sich in den Jahren 1987 bis 1999 im US-Bundesstaat Pennsylvania
ereignet hatten. Die Jagd auf Vögel ist demnach nicht generell
gefährlich, berichten die Forscher im "Journal of Trauma".
Für die Birkhuhnjagd registrierten sie lediglich 1,9 Vorfälle
pro 100.000 Jäger, während Unfälle bei der Jagd
auf Fasane nur zu 1,3 Prozent und damit besonders selten tödlich
ausgingen.
Truthahnjäger können sich auf einfache Weise schützen,
indem sie eine neonfarbene Weste tragen, betonen Smith und Kollegen.
Als solche Westen zu Beginn der 90er-Jahre vorübergehend
Pflicht wurden, sei die Zahl der Jagdunfälle prompt gesunken.
Den Jagderfolg schmälere dies keinesfalls, belegten die entsprechenden
Statistiken.
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