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Geologen: Vulkane gefährlicher als Asteroiden
Vulkanische "Supereruptionen" sind
mindestens ebenso verheerend wie Asteroiden-Einschläge, ereigneten
sich jedoch sehr viel häufiger, warnen Geologen.
(jkm) - In Sciencefiction-Filmen kommt die Bedrohung häufig
aus dem All. Sehr viel gewaltigere Kräfte schlummern jedoch
im Erdinnern, mahnen britische Geowissenschaftler jetzt in einem
Bericht an ihre Regierung. Vulkanische "Supereruptionen"
seien mindestens ebenso verheerend wie Einschläge größerer
Asteroiden, ereigneten sich jedoch sehr viel häufiger.
"Einige der größten Vulkanausbrüche der
letzten Jahrhunderte [...] haben in den folgenden zwei bis drei
Jahren zu erheblichen Klimaanomalien bewirkt, indem sie eine Wolke
von Schwefelsäure-Tröpfchen in der oberen Atmosphäre
erzeugten", so Stephen Sparks von der University of Bristol,
einer der Autoren. "Supereruptionen sind bis zu hundertmal
stärker als diese Ausbrüche", ergänzt Stephen
Self von der Open University in Milton Keynes.
Nach Ansicht der Forscher könnten die weltweiten Auswirkungen
denen ähneln, die nach dem Einschlag eines kilometergroßen
Asteroiden erwartet werden. Indem beispielsweise die Landwirtschaft
beeinträchtigt werde, könne es weltweit zu Nahrungsknappheit
und Hungersnöten kommen. Im Schnitt ereigne sich alle 100.000
Jahre ein solch extremer Ausbruch, Einschläge entsprechend
dimensionierter Himmelskörpers seien fünf- bis zehnmal
seltener.
"Früher oder später wird es auf der Erde zu einer
Supereruption kommen", schreiben die Geologen in ihrem Bericht.
Die Politik müsse sich daher intensiver mit dieser Bedrohung
beschäftigen - zumal selbst mit sehr viel Fantasie keine
wirksame Gegenmaßnahme vorstellbar sei. Die Wissenschaftler
fordern daher mehr Geld für Studien zu den Mechanismen großer
Ausbrüche, ihren möglichen Folgen für die Zivilisation
und zu Strategien, diese zu mildern.
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