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Neugierige Ratten trotzen Tumoren
Unerschrockene Ratten können deutlich länger
mit Krebs leben als schüchterne Artgenossen, haben amerikanische
Forscherinnen ermittelt.
(jkm) - Nach Ansicht der Psychologinnen belegt dieses Resultat
eine Verbindung zwischen dem Charakter eines Individuums und seiner
körperlichen Widerstandskraft. "Die Ergebnisse lassen
sich nur schwer auf Menschen übertragen", betont Sonia
Cavigelli von der Pennsylvania State University.
Einige Studien hätten jedoch gezeigt, dass schüchterne
Senioren häufiger über gesundheitliche Probleme klagten
als solche mit einem eher forschen Wesen. Die neuen Resultate
"stehen im Einklang mit diesen Berichten und bekräftigen
die Ansicht, dass Persönlichkeitszüge einen bedeutenden
Einfluss auf die Gesundheit und die Widerstandskraft gegenüber
Krankheiten."

© stock.xchng
Neugierige Ratten leben länger als
scheue Tiere.
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Erst kürzlich hatten Cavigelli und ihre Kolleginnen berichtet,
dass unerschrockene Rattenmännchen in einer ungewohnten Umgebung
weniger Stresshormone produzieren und insgesamt deutlich länger
leben als scheue Tiere. Nun führten die Forscherinnen eine
ähnliche Untersuchung an 80 weiblichen Ratten durch.
Auch hier erwiesen sich einige Tiere als besonders neugierig
und unverzagt, andere dagegen als ausgesprochen ängstlich.
Anders als bei den Männchen, stiegen die Stresshormon-Spiegel
jedoch bei den forschen Weibchen besonders stark, berichteten
die Forscherinnen jetzt auf einem Fachkongress in Vancouver.
Praktisch alle Weibchen entwickelten schließlich Tumoren
der Brustdrüsen oder der Hirnanhangsdrüse, zeigten nach
ihrem natürlichen Tod durchgeführte Untersuchungen.
Unerschrockene Weibchen hatten dem Krebs jedoch bis zu sechs Monate
länger getrotzt als ängstliche Tiere - entsprechend
einer 25 Prozent größeren Lebensspanne.
"Die Entwicklung von Tumoren ist ein langwieriger Prozess",
erläutert Cavigelli, "daher können sich subtile
Effekte der Persönlichkeit auf die Widerstandskraft hier
vielleicht besonders stark auswirken." Die Rolle der Stresshormone
bei diesem Phänomen sei allerdings noch unklar.
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