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- 08.03.2005 -

 

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Neugierige Ratten trotzen Tumoren

Unerschrockene Ratten können deutlich länger mit Krebs leben als schüchterne Artgenossen, haben amerikanische Forscherinnen ermittelt.

(jkm) - Nach Ansicht der Psychologinnen belegt dieses Resultat eine Verbindung zwischen dem Charakter eines Individuums und seiner körperlichen Widerstandskraft. "Die Ergebnisse lassen sich nur schwer auf Menschen übertragen", betont Sonia Cavigelli von der Pennsylvania State University.

Einige Studien hätten jedoch gezeigt, dass schüchterne Senioren häufiger über gesundheitliche Probleme klagten als solche mit einem eher forschen Wesen. Die neuen Resultate "stehen im Einklang mit diesen Berichten und bekräftigen die Ansicht, dass Persönlichkeitszüge einen bedeutenden Einfluss auf die Gesundheit und die Widerstandskraft gegenüber Krankheiten."

 


© stock.xchng

Neugierige Ratten leben länger als scheue Tiere.

 

Erst kürzlich hatten Cavigelli und ihre Kolleginnen berichtet, dass unerschrockene Rattenmännchen in einer ungewohnten Umgebung weniger Stresshormone produzieren und insgesamt deutlich länger leben als scheue Tiere. Nun führten die Forscherinnen eine ähnliche Untersuchung an 80 weiblichen Ratten durch.

Auch hier erwiesen sich einige Tiere als besonders neugierig und unverzagt, andere dagegen als ausgesprochen ängstlich. Anders als bei den Männchen, stiegen die Stresshormon-Spiegel jedoch bei den forschen Weibchen besonders stark, berichteten die Forscherinnen jetzt auf einem Fachkongress in Vancouver.

Praktisch alle Weibchen entwickelten schließlich Tumoren der Brustdrüsen oder der Hirnanhangsdrüse, zeigten nach ihrem natürlichen Tod durchgeführte Untersuchungen. Unerschrockene Weibchen hatten dem Krebs jedoch bis zu sechs Monate länger getrotzt als ängstliche Tiere - entsprechend einer 25 Prozent größeren Lebensspanne.

"Die Entwicklung von Tumoren ist ein langwieriger Prozess", erläutert Cavigelli, "daher können sich subtile Effekte der Persönlichkeit auf die Widerstandskraft hier vielleicht besonders stark auswirken." Die Rolle der Stresshormone bei diesem Phänomen sei allerdings noch unklar.

 

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Pennsylvania State University

Nebenniere und Stress

 

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