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Mehr Grün: Plankton legt wieder zu
Die Weltmeere werden wieder grüner, haben
Forscher der NASA ermittelt. Vor allem in Küstenregionen
legte das Phytoplankton zu.
(jkm) - Die Weltmeere werden wieder grüner, hat ein amerikanisches
Forschertrio ermittelt. Von 1998 bis 2003 ist die Konzentration
einzelliger Meeresalgen demnach global um 4 Prozent gestiegen.
Vor allem in Küstenregionen legte das Phytoplankton zu, im
offenen Wasser wurde es dagegen seltener.
Die Ursache für den Anstieg der Planktonkonzentration in
küstennahen Gewässern sei unklar, erläutert Watson
Gregg vom Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt, Maryland.
"Der Trend könnte für einen insgesamt besseren
Zustand der Ökosysteme sprechen, aber auch ein Zeichen für
Nährstoffstress sein." Letzterer stelle sich beispielsweise
ein, wenn ungeklärte Abwässer eingeleitet würden
oder Regenwasser von gedüngten Flächen abfließe.

© NASA (Gregg et al.)
Prozentuale Veränderung der Phytoplankton-Konzentration
im Zeitraum 1998-2003. Rot und orange: Zunahme, grün
und blau: Abnahme.
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"Farbe" des Meeres
Indem sie Photosynthese betreiben, bilden einzellige Algen und
Bakterien letztlich die Nahrungsgrundlage aller Meeresorganismen
und entziehen der Atmosphäre das Treibhausgas Kohlendioxid.
Erst kürzlich hatten Gregg und Kollegen berichtet, die Konzentration
dieser bedeutenden Organismen in den Weltmeeren sei seit Beginn
der 80er-Jahre um sechs Prozent gefallen. Seit dem Ende der 90er-Jahre
hat sich dieser Trend nicht fortgesetzt, fanden die Forscher nun
bei der Auswertung von Satellitendaten zur "Farbe" des
Meerwassers.
In Meeresregionen mit weniger als 200 Metern Wassertiefe ist
die Phytoplankton-Konzentration um 10,4 Prozent gestiegen, berichteten
Gregg und Kollegen jetzt im Fachblatt "Geophysical Research
Letters".
In den übrigen Ozeanregionen war kein klarer Trend zu beobachten,
lediglich in den großen wirbelförmigen Strömungssystemen
ging die Planktonkonzentration deutlich zurück. Wahrscheinliche
Ursache sei eine geringere Durchmischung unterschiedlich tiefer
Wasserschichten, so die Forscher, hervorgerufen unter anderem
durch gestiegene Temperaturen an der Meeresoberfläche.
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