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- 11.02.2005 -

 

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Saurer Wüstenstaub schmeckt Algen

Die Luftverschmutzung im Osten Chinas könnte auf verblüffende Art das Algenwachstum im Pazifik fördern.

(jkm) - Entsprechende Resultate präsentiert ein amerikanisches Forschertrio im "Journal of Geophysical Research - Atmospheres". Aus der Wüste Gobi stammender Staub kann demnach nur dann als Planktondünger wirken, wenn er die Abgasfahnen von Kraftwerken und Schwerindustrie passiert hat.

 


© NASA

Aus der Wüste Gobi stammender Staub weht im November 2002 über den Nordosten Chinas in Richtung der koreanischen Halbinsel. Aufnahme des Terra-Satelliten der NASA.

 

Der Grund sei die geringe Wasserlöslichkeit des im Wüstenstaub enthaltenen Eisenminerals Hämatit, erläutert Nicholas Meskhidze vom Georgia Institute of Technology, Atlanta. Das sauer reagierende Schwefeldioxid (SO2) in den Industrie- und Kraftwerksabgase senke jedoch den pH-Wert in den Staubwolken und überführe das Eisen damit in eine für Algen nutzbare Form.

Meskhidze und seine Kollegen analysierten Material aus einem Staubsturm, das bei einem Forschungsflug über Shanghai gewonnen worden war. Ihre Messdaten speisten sie wiederum in ein Modell der chemischen Reaktionen ein, die in dem Staub während dessen Reise aus der Wüste Gobi bis in die eisenarmen Gewässer des Nordpazifik ablaufen. Die Resultate deckten sich gut mit jenen von Satellitenbeobachtungen des Planktons, so die Forscher.

Erstaunlicherweise haben kleinere Staubstürme demnach eine stärkere Düngewirkung als größere Stürme, obgleich sie deutlich weniger Eisenmineralien mit sich führen. Das SO2 in der Luft muss nämlich zunächst das alkalisch reagierende Calciumcarbonat im Staub neutralisieren, bevor der pH-Wert unter die kritische Schwelle von 2 sinken kann. Und das vermögen die Abgasfahnen nur im Falle relativ kleiner Staubmengen. "Der Anteil löslichen Eisens in kleinen Staubstürmen kann daher viele Größenordnungen höher sein als in großen Stürmen", so Meskhidze.

 

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Georgia Institute of Technology

 

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