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- 10.02.2005 -

 

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Klimawandel: 2004 war viertwärmstes Jahr

Das Jahr 2004 war das viertwärmste Jahr seit dem Ende des 19. Jahrhunderts, haben zwei amerikanische Physiker ermittelt.

(jkm) - Die globale Durchschnittstemperatur lag im letzten Jahr demnach 0,48 Grad Celsius über dem Mittelwert des Zeitraums 1951 bis 1980. Nach Ansicht der Forscher sind ihre Resultate neue Belege für die weltweite Klimaveränderung und den Anteil des Menschen daran.

 



© NASA

Oberflächentemperatur der Erde: Vergleich des Jahres 2004 mit dem Durchschnitt der Jahre 1951 - 1980: Besonders ausgeprägt war die Temperaturanomalie in Alaska, im Bereich von Kaukasus und Kaspischem Meer sowie über der Antarktischen Halbinsel (dunkelrot).

 

Wärmste Jahre: 1998, 2002, 2003, 2004

"Ungeachtet der chaotischen Seite des Klimas, macht es die immer stärkere Rolle anthropogener Einflussfaktoren möglich, künftige globale Klimatrends und das von ihnen ausgehende Risiko selbst auf einer Zeitskala von wenigen Jahren vorauszusagen", so James Hansen und Makiko Sato vom Goddard Institute for Space Studies der NASA in New York. Ihrer Studie zufolge, strahlt die Erde derzeit pro Quadratmeter etwa 0,85 Watt weniger Energie ab, als sie von der Sonne erhält.

Hansen und Sato kombinierten Daten von Wetterstationen und Satelliten, um die globalen monatlichen und jährlichen Durchschnittstemperaturen zu berechnen. Seit 1880 waren demnach lediglich die Jahre 1998, 2002 und 2003 wärmer als 2004. Besonders ausgeprägt war die Temperaturanomalie in Alaska, im Bereich von Kaukasus und Kaspischem Meer sowie über der Antarktischen Halbinsel.

 



© NASA

Jährliche Temperaturanomalie (bezogen auf die Periode 1951 - 1980)

 

2005 neues Rekordjahr?

"In den letzten 30 Jahren gab es einen starken Trend zu höheren Temperaturen", sagt Hansen, "ein Trend, der hauptsächlich auf die steigenden Treibhausgas-Konzentrationen in der Atmosphäre zurückgeht." Natürliche Faktoren wie Vulkanausbrüche oder El Niños wirkten sich dagegen nur über einige Monate bis Jahre aus. Das Rekordjahr 1998 etwa, sei mit einem der stärksten jemals beobachteten El Niños einhergegangen. Und eine relativ schwache Erwärmung des tropischen Pazifik, kombiniert mit dem Treibhauseffekt, könne 2005 durchaus zu einem neuen Rekordjahr machen, vermuten Hansen und Sato.

 

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 Mehr Informationen:

NASA Goddard Institute for Space Studies

El Niño / La Niña

 

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