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- 26.01.2005 -

 

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Treibhauseffekt: Stärkere Erwärmung denkbar

Der Treibhauseffekt könnte möglicherweise eine zweimal stärkere Erwärmung der Erde bedingen als bislang für wahrscheinlich gehalten.

(jkm) - Entsprechende Resultate eines weltweiten Rechenprojekts präsentieren britische Forscher im Magazin "Nature". Demnach erscheint ein Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um 11 Grad Celsius vorstellbar, sollte der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre auf das Doppelte des vorindustriellen Wertes steigen.

"Unser Experiment zeigt, dass erhöhte Konzentrationen von Treibhausgasen sich sehr viel stärker auf das Klima auswirken könnten, als bislang gedacht", erläutert David Stainforth von der University of Oxford. Einen nicht oder kaum reduzierten Kohlendioxidausstoß vorausgesetzt, könnten die simulierten CO2-Konzentrationen Mitte dieses Jahrhunderts erreicht werden, ergänzt sein Kollege David Frame. "Sollte die tatsächliche Reaktion auch nur annähernd so stark ausfallen, wie es unser Projekt für möglich erscheinen lässt, könnten bereits die heutigen Treibhausgaskonzentrationen gefährlich hoch sein."

PCs tausender Freiwilliger berechnen Klimamodelle

Die Rechenmodelle von Klimaforschern beinhalten mehrere Schätzwerte für Parameter, die sich nicht genau erfassen lassen - beispielsweise die Effizienz, mit der die in Wolken gebundene Feuchtigkeit als Regen niedergeht. Um die Anfälligkeit der Modelle für Veränderungen dieser Werte systematisch zu testen, riefen die Forscher das Projekt climateprediction.net ins Leben. Dabei laufen auf den Computern von Freiwilligen in aller Welt Klimamodelle mit leicht unterschiedlichen Ausgangssituationen und Parametern. Derzeit haben über 95.000 Teilnehmer zusammen 8.000 Jahre Rechenzeit aufgebracht, um rund 4,5 Millionen Modelljahre zu simulieren.

Das Resultat des globalen Rechenakts: Die meisten Modelle, die die bisherige Entwicklung gut nachvollziehen konnten, lieferten für die Zukunft einen Temperaturanstieg von etwa 3,4 Grad Celsius. Dieser Wert entspricht dem von nicht veränderten Modellen - offenbar wirken sich die meisten Parameterveränderungen kaum auf das Endergebnis aus. Nur wenige Simulationen ergaben einen Anstieg von weniger als zwei Grad, gut vier Prozent dagegen eine Erwärmung von über acht Grad. Angesichts dieser Resultate planen Stainforth und Kollegen weitere, noch ausführlichere Versuche und hoffen auf die Mitarbeit zahlreicher weiterer Freiwilliger.

 

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© ArtToday

Eine stärkere Erwärmung der Erde durch den Treibhauseffekt ist denkbar


 Mehr Informationen:

climateprediction.net

MPI: Klimawandel

 

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