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Junge Mütter denken praktischer
Junge Mütter denken eher praktisch, ältere
hingegen sind zärtlicher zu ihren Kindern, haben kanadische
Psychologinnen herausgefunden.
(jkm) - Je nach Alter und eigenen Erfahrungen verhalten sich
Mütter ihren Säuglingen gegenüber sehr unterschiedlich.
Entsprechende Resultate präsentieren kanadische Psychologinnen
im Fachblatt "Hormones and Behavior". Frauen jenseits
des 25. Lebensjahrs steht der Sinn demnach nach Zärtlichkeiten,
während Mütter im Teenageralter eher praktisch zu denken
scheinen.
Laut Katherine Krpan von der University of Toronto sind die Ergebnisse
eine Überraschung. Aufgrund früherer Studien sei erwartet
worden, dass jugendliche Mütter mehr unangemessene Verhaltensweisen
zeigen, ihren Babys beispielsweise Stöße und Knüffe
versetzen würden. "Tatsächlich verhielten sie sich
absolut korrekt, legten im Vergleich mit älteren Müttern
jedoch mehr instrumentelles Verhalten und weniger Zärtlichkeit
an den Tag."
Krpan und ihre Kolleginnen filmten die Interaktion von 119 Müttern
mit ihren etwa sechs Wochen alten Kindern. Zudem werteten sie
Fragebögen aus, in denen die Frauen Auskunft über ihre
eigene Kindheit gegeben hatten. Die Analyse der Videoaufnahmen
zeigte, dass höchstens 18 Jahre alte Mütter deutlich
häufiger die Kleidung ihrer Kinder zurechtzupften, ihnen
den Schnuller wieder in den Mund steckten oder die Windeln wechselten
als mindestens 26 Jahre alte Mütter. Letztere küssten
und streichelten ihre Kinder dafür häufiger.
Dabei spielten allerdings auch die Erfahrungen eine Rolle, die
die Mütter in ihrer eigenen Kindheit gemacht hatten. Je mehr
unterschiedliche Bezugspersonen die Frauen bis zum zwölften
Lebensjahr gehabt hatten, desto stärker neigten sie zu instrumentellem
Verhalten. "Diese Resultate sprechen für eine Verbindung
zwischen den Erlebnissen in jungen Jahren und dem mütterlichen
Verhalten", schließen die Forscherinnen.
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