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Mehr Dürren durch Treibhauseffekt
Durch den Klimawandel leiden immer mehr Gebiete
der Erde unter Trockenheit. Weltweit hat sich die betroffene Fläche
in den letzten dreißig Jahren mehr als verdoppelt.
(jkm) - Immer mehr Gebiete leiden zumindest vorübergehend
unter Trockenheit, haben amerikanische Atmosphärenforscher
ermittelt. Wie sie im "Journal of Hydrometeorology"
berichten, hat sich die weltweit betroffene Fläche in den
letzten dreißig Jahren mehr als verdoppelt. Hauptursache
scheint der Anstieg der Temperaturen zu sein.
Von großflächiger Trockenheit seien beispielsweise
weite Teile Europas und Asiens sowie das westliche und südliche
Afrika betroffen, erläutert Aiguo Dai vom National Center
for Atmospheric Research (NCAR) in Boulder, Colorado. "Indem
die Atmosphäre immer mehr Kohlendioxid und andere Treibhausgase
enthält, sagen globale Klimamodelle ein stärkeres Austrocknen
der meisten Landflächen während der warmen Jahreszeit
voraus. Unsere Analyse deutet darauf hin, dass dieser Trend bereits
eingesetzt hat."
Dai und seine Kollegen analysierten historische Aufzeichnungen
von Niederschlägen und Temperaturen. Anhand dieser Daten
berechneten sie für den Zeitraum 1870 bis 2000 den Palmer
Drought Severity Index - ein Maß, mit dem sich vor allem
längerfristige Defizite bzw. Überschüsse an Bodenfeuchte
erfassen lassen. Der Vergleich mit den für einige Regionen
vorliegenden Messwerten der Bodenfeuchte zeigte, dass die berechneten
Werte die tatsächliche Situation relativ gut widerspiegelten.
In den frühen 70er-Jahren erfuhren demnach 10 bis 15 Prozent
der Landfläche gelegentlich schwere Trockenheiten, ermittelten
die Forscher. Im Jahr 2002 betrug der Anteil dagegen 30 Prozent
- und das, obwohl die globalen durchschnittlichen Niederschlagsmengen
in diesem Zeitraum sogar leicht gestiegen waren. Modellrechnungen
bestätigten, dass höhere Temperaturen vielerorts die
Hauptursache für Trockenheit waren.
Ausbleibende Niederschläge seien vor allem für die
Dürren im Sahel und in Ostasien verantwortlich gewesen, so
Dai. Umgekehrt hätten stärkere Niederschläge die
Bodenfeuchte in großen Teilen Nordamerikas, in Argentinien
und im Westen Australiens steigen lassen.
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