vista verde SucheNewsThemenAktion

v i s t a   v e r d e   n e w s   -   W i s s e n s c h a f t   &   T e c h n i k


- 11.01.2005 -

 

  Nachrichten aus Umwelt und Natur täglich frei Haus - abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter:
 
 
[ mehr Infos ]


 

Mehr Dürren durch Treibhauseffekt

Durch den Klimawandel leiden immer mehr Gebiete der Erde unter Trockenheit. Weltweit hat sich die betroffene Fläche in den letzten dreißig Jahren mehr als verdoppelt.

(jkm) - Immer mehr Gebiete leiden zumindest vorübergehend unter Trockenheit, haben amerikanische Atmosphärenforscher ermittelt. Wie sie im "Journal of Hydrometeorology" berichten, hat sich die weltweit betroffene Fläche in den letzten dreißig Jahren mehr als verdoppelt. Hauptursache scheint der Anstieg der Temperaturen zu sein.

Von großflächiger Trockenheit seien beispielsweise weite Teile Europas und Asiens sowie das westliche und südliche Afrika betroffen, erläutert Aiguo Dai vom National Center for Atmospheric Research (NCAR) in Boulder, Colorado. "Indem die Atmosphäre immer mehr Kohlendioxid und andere Treibhausgase enthält, sagen globale Klimamodelle ein stärkeres Austrocknen der meisten Landflächen während der warmen Jahreszeit voraus. Unsere Analyse deutet darauf hin, dass dieser Trend bereits eingesetzt hat."

Dai und seine Kollegen analysierten historische Aufzeichnungen von Niederschlägen und Temperaturen. Anhand dieser Daten berechneten sie für den Zeitraum 1870 bis 2000 den Palmer Drought Severity Index - ein Maß, mit dem sich vor allem längerfristige Defizite bzw. Überschüsse an Bodenfeuchte erfassen lassen. Der Vergleich mit den für einige Regionen vorliegenden Messwerten der Bodenfeuchte zeigte, dass die berechneten Werte die tatsächliche Situation relativ gut widerspiegelten.

In den frühen 70er-Jahren erfuhren demnach 10 bis 15 Prozent der Landfläche gelegentlich schwere Trockenheiten, ermittelten die Forscher. Im Jahr 2002 betrug der Anteil dagegen 30 Prozent - und das, obwohl die globalen durchschnittlichen Niederschlagsmengen in diesem Zeitraum sogar leicht gestiegen waren. Modellrechnungen bestätigten, dass höhere Temperaturen vielerorts die Hauptursache für Trockenheit waren.

Ausbleibende Niederschläge seien vor allem für die Dürren im Sahel und in Ostasien verantwortlich gewesen, so Dai. Umgekehrt hätten stärkere Niederschläge die Bodenfeuchte in großen Teilen Nordamerikas, in Argentinien und im Westen Australiens steigen lassen.

 

 Seite drucken

 Hinweis versenden


© ArtToday

Durch den Treibhauseffekt leiden immer mehr Gebiete der Erde unter Dürre.

 

 Mehr Informationen:

NCAR/UCAR

Trockenheit

Desertifikation (Wüstenbildung)

 

 Lesen Sie auch:

Mehr Hitzewellen erwartet

UNEP: Trinkwasser weltweit gefährdet

Afrika: Verbindung zwischen Industrieabgasen und Dürre vermutet

Weitere Meldungen zum Thema Klimawandel

 

 Werbung

zurück zur vorherigen Seite    nach oben

News: Seite 1 | Politik | Natur | Wissenschaft| Wirtschaft
Rubriken: Home | Suche | News | Themen | Aktion
vista verde: Impressum | Hilfe | Werbung

 

© vista verde 2005
Alle Rechte vorbehalten
Jede Vervielfältigung - auch auszugsweise - bedarf der Genehmigung