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- 21.12.2004 -

 

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Forscher: Schnee könnte Grönland-Eis erhalten

Stärkere Schneefälle auf Grönland könnten den Eisschild zumindest in Teilen der Insel vor dem Abschmelzen bewahren.

(jkm) - Der Eispanzer Grönlands schmilzt immer schneller. Zumindest Teile von ihm könnten die weltweite Erwärmung jedoch überstehen, vermutet eine britisch-amerikanische Forschergruppe. Verstärkter Schneefall als Folge der höheren Lufttemperaturen könnte den Eisverlust regional kompensieren.

"Warme Luft trägt mehr Wasser als kalte, eine globale Erwärmung bedeutet also ein feuchteres Klima", erläutert Edward Hanna von der University of Sheffield. Dies könnte letztlich zu stärkeren Schneefällen auf Grönland führen und den Eisschild zumindest in Teilen der Insel vor dem Verschwinden bewahren. Erst im April hatte eine Forschergruppe Resultate von Modellrechnungen präsentiert, denen zufolge der Treibhauseffekt durchaus zu einem vollständigen Abschmelzen des Eises führen könnte.

Hanna und seine Kollegen von der amerikanischen Weltraumbehörde NASA werteten nun Daten von flugzeuggestützten Laservermessungen aus. Insbesondere an seinen Rändern büßt der Eisschild demnach an Masse ein, berichtet die Gruppe demnächst im Fachblatt "Geophysical Research Letters". Gleichzeitig fällt in manchen Gebieten der Insel mehr Schnee, stellenweise dreimal mehr als üblich.

Die Messungen zeigten, "dass sich Grönlands Beitrag zum Anstieg des Meeresspiegels seit Mitte der 90er-Jahre nahezu verdoppelt hat", so Hanna. "Im Südosten Grönlands hat das Eis in den Jahren 2002 bis 2003 dagegen einen Meter an Dicke zugelegt, im Gegensatz zu dem jährlichen Verlust von 10 bis 40 Zentimeter Mitte der 90er-Jahre." In diesem Gebiet seien drei Meter Schnee gefallen - die stärksten Niederschläge seit Beginn der meteorologischen Aufzeichnungen vor über 45 Jahren.

 

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 Mehr Informationen:

University of Sheffield

Gletscher und Eisschilde

MPI für Meteorologie: Schmelzen die Gletscher und die Polkappen?

 

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