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Solarzellen: Die Jacke liefert dem Handy Strom
Eine neue Generation von Dünnschicht-Solarzellen
kann Geräte wie Handys oder MP3-Player mobil mit Strom versorgen.
(jkm) - Die Elektrizität liefern dünne, biegsame Zellen,
die sich auf Gewebe auftragen lassen. Entsprechende Solarpanels
hat das von der Europäischen Union unterstützte Projekt
"H-Alpha Solar" (H-AS) entwickelt.
H-AS-Solarpanels sollen in drei Jahren auf den Markt kommen.
Handys könnten ihren Strom dann beispielsweise von der Oberfläche
eines Sakkos beziehen oder ein Zeltdach könnte tagsüber
genug Elektrizität sammeln, um nachts das Innere des Zeltes
zu beleuchten.
"Die neue Technik wird sich wesentlich leichter handhaben
lassen als die herkömmlichen gläsernen Panels",
sagte Projektleiter Gerrit Kroesen von der Technischen Universität
Eindhoven gegenüber dem Magazin "New Scientist".
Die Physiker kooperieren mit dem schwedisch-niederländischen
Unternehmen Akzo-Nobel.
Während herkömmliche Solarzellen zwischen vier und
zehn Millimeter dick sind, kommen H-AS-Zellen mit einem Mikrometer
Dicke aus. Dazu muss polymorphes Silizium unter hohem Druck bei
200 Grad Celsius auf Aluminiumfolie aufgedampft werden. Nach dem
Abkühlen wird das Aluminium durch Kunststoff ersetzt. Auf
der Oberseite werden Kontakte und eine Schutzfolie aufgetragen.
Die Solarpanels sind dann etwa so dick und flexibel wie ein Kleinbildfilm.
Der Wirkungsgrad derartiger Zellen liegt noch bei bescheidenen
sieben Prozent. Die Effizienz soll sich nach Aussage der Forscher
auf zehn Prozent steigern lassen. Zum Vergleich: Moderne kristalline
Solarzellen erreichen zur Zeit einen Wirkungsgrad von 20 Prozent.
Die Entwickler kündigen an, etwa A4-große Folien mit
Solarzellen für unter zehn Euro auf den Markt bringen zu
können. Eine solche Fläche soll ausreichen, an hellen
Sommertagen ein Handy mit Elektrizität zu versorgen.
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