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- 16.12.2004 -

 

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Solarzellen: Die Jacke liefert dem Handy Strom

Eine neue Generation von Dünnschicht-Solarzellen kann Geräte wie Handys oder MP3-Player mobil mit Strom versorgen.

(jkm) - Die Elektrizität liefern dünne, biegsame Zellen, die sich auf Gewebe auftragen lassen. Entsprechende Solarpanels hat das von der Europäischen Union unterstützte Projekt "H-Alpha Solar" (H-AS) entwickelt.

H-AS-Solarpanels sollen in drei Jahren auf den Markt kommen. Handys könnten ihren Strom dann beispielsweise von der Oberfläche eines Sakkos beziehen oder ein Zeltdach könnte tagsüber genug Elektrizität sammeln, um nachts das Innere des Zeltes zu beleuchten.

"Die neue Technik wird sich wesentlich leichter handhaben lassen als die herkömmlichen gläsernen Panels", sagte Projektleiter Gerrit Kroesen von der Technischen Universität Eindhoven gegenüber dem Magazin "New Scientist". Die Physiker kooperieren mit dem schwedisch-niederländischen Unternehmen Akzo-Nobel.

Während herkömmliche Solarzellen zwischen vier und zehn Millimeter dick sind, kommen H-AS-Zellen mit einem Mikrometer Dicke aus. Dazu muss polymorphes Silizium unter hohem Druck bei 200 Grad Celsius auf Aluminiumfolie aufgedampft werden. Nach dem Abkühlen wird das Aluminium durch Kunststoff ersetzt. Auf der Oberseite werden Kontakte und eine Schutzfolie aufgetragen. Die Solarpanels sind dann etwa so dick und flexibel wie ein Kleinbildfilm.

Der Wirkungsgrad derartiger Zellen liegt noch bei bescheidenen sieben Prozent. Die Effizienz soll sich nach Aussage der Forscher auf zehn Prozent steigern lassen. Zum Vergleich: Moderne kristalline Solarzellen erreichen zur Zeit einen Wirkungsgrad von 20 Prozent.

Die Entwickler kündigen an, etwa A4-große Folien mit Solarzellen für unter zehn Euro auf den Markt bringen zu können. Eine solche Fläche soll ausreichen, an hellen Sommertagen ein Handy mit Elektrizität zu versorgen.

 

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TU Eindhoven

 

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