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Mehr Strom aus organischen Solarzellen
US-Forscher haben entdeckt, wie sich die bislang
geringe Effizienz organischer Solarzellen deutlich erhöhen
lässt.
(jkm) - Solarzellen aus organischen Halbleitern sind leicht,
biegsam und kostengünstig in der Herstellung. Durch Zusatz
molekularer "Fußbälle" lässt sich auch
ihre bislang geringe Effizienz erhöhen, haben drei amerikanische
Forscher entdeckt. Die von ihnen entwickelten Zellen wandeln über
drei Prozent der einfallenden Lichtenergie in elektrische Energie
um - deutlich mehr als frühere Prototypen, jedoch immer noch
ein Vielfaches unter dem Wirkungsgrad von Siliziumzellen.
"Wir haben demonstriert, dass der Einsatz eines kristallinen
organischen Films, bestehend aus Pentacen, ein vielversprechender
neuer Ansatz für die Entwicklung organischer Solarzellen
ist", sagt Bernard Kippelen vom Georgia Institute of Technology
in Atlanta. "Mittlerweile haben wir eine Effizienz von 3,4
Prozent erreicht. In der nahen Zukunft sollten auch 5 Prozent
möglich sein", so der Forscher.
Bereits seit mehreren Jahren gilt Pentacen - ein aus fünf
Kohlenstoffringen bestehendes Molekül - als Kandidat für
organische Solarzellen. Als Kristall gezüchtet, könne
der Halbleiter elektrische Ladungen besonders gut transportieren,
erläutert Kippelen. In früheren Versuchen sei er jedoch
stets mit Metallen kombiniert worden. "Wir beschlossen, Pentacen
mit einem weiteren organischen Molekül zu kombinieren, um
größere Ströme zu erzielen."
Zum Einsatz kam in diesem Fall das Buckminsterfulleren C60, ein
aus 60 Kohlenstoffatomen aufgebautes Kugelmolekül, in dem
die Atombindungen wie die Nähte eines Fußballs angeordnet
sind. Tatsächlich erzielten diese Pentacen-C60-Zellen eine
Effizienz von 2,7 Prozent, berichteten die Forscher kürzlich
im Fachblatt "Applied Physics Letters".
Zwar erreichen Siliziumzellen im Laborversuch mittlerweile Wirkungsgrade
von über 20 Prozent. Dennoch sagen Kippelen und Kollegen
für organische Solarzellen eine große Zukunft voraus.
Denkbare Anwendungen seien etwa Funkchips (RFID) oder Kleidungsstücke
mit integrierten Schnittstellen für Handy und MP3-Player.
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