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Krebs bei Kindern wird häufiger
Bei europäischen Kindern und Heranwachsenden
ist im Laufe der letzten drei Jahrzehnte immer häufiger Krebs
festgestellt worden.
(jkm) - Eine entsprechende Analyse präsentiert eine internationale
Forschergruppe im Fachblatt "The Lancet". Im Zeitraum
1970 bis 1999 ist die Zahl der Erkrankungen demnach pro Jahr um
1 bzw. 1,5 Prozent gestiegen.
Die Forscher um Eva Steliarova-Foucher von der International
Agency for Research on Cancer, Lyon, werteten Daten aus 19 europäischen
Ländern aus - darunter auch Daten des Deutschen Kinderkrebsregisters
an der Universität Mainz. Insgesamt analysierte die Gruppe
113.000 Fälle von Krebs bei Kindern bis zu einem Alter von
15 Jahren und 18.000 Erkrankungen bei bis zu 19 Jahre alten Heranwachsenden.
Über den Gesamtzeitraum belegten die Zahlen "einen
klaren Anstieg der Krebsinzidenz und eine Beschleunigung dieses
Trends", schreiben die Forscher. Pro Jahrzehnt sei es zu
11 zusätzlichen Erkrankungsfällen pro einer Million
Kinder bzw. 23 zusätzlichen Fällen pro Million Heranwachsender
gekommen. In den 90er-Jahren betrug die Inzidenzrate schließlich
140 bzw. 157 Neuerkrankungen pro Million Kinder bzw. Jugendliche.
Dieses Phänomen betraf bei Kindern praktisch alle Krebsarten,
in der Gruppe der Heranwachsenden vorrangig bestimmte Krebsarten
wie Lymphome oder Tumoren des Zentralnervensystems. Nach Ansicht
von Steliarova-Foucher und ihren Kollegen kann daher kein einzelner
Faktor für den Anstieg verantwortlich gemacht werden. Gleichzeitig
stellten sie insgesamt eine deutliche Verbesserung der Überlebensrate
fest, dabei zeigten sich wiederum deutliche Unterschiede zwischen
Staaten im Westen und Osten Europas.
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