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World Trade Center: Husten durch Luftverhalt
Den Ursachen des rätselhaften "World
Trade Center-Hustens" glauben amerikanische Mediziner etwas
näher gekommen zu sein.
(jkm) - Wie die Forscher jetzt auf einem Fachkongress in Chicago
berichten, leiden einige der Patienten unter einer Überblähung
der Lunge: Luft gelangt zwar beim Einatmen in die betroffenen
Lungenbereiche hinein, kann jedoch nicht wieder ausgeatmet werden.
"Unsere Arbeit bestätigt, dass nach den Anschlägen
vom 11. September 2001 die Helfer vor Ort Umweltschadstoffen ausgesetzt
waren, die schließlich zu Atemwegsproblemen führten",
erläutert David Mendelson. Der Radiologe von der New Yorker
Mount Sinai School of Medicine und seine Kollegen präsentieren
ihre Resultate auf der Jahrestagung der Radiological Society of
North America.
Per Computertomographie untersuchten Mendelson und Kollegen 29
Patienten, die sich an den Rettungs- und Aufräumarbeiten
beteiligt hatten und bei denen später Atemwegsbeschwerden
unklarer Ursache aufgetreten waren. Aufnahmen des Brustkorbs,
bei denen die Patienten den Atem angehalten hatten, zeigten keine
Auffälligkeiten. Wurden die Aufnahmen jedoch angefertigt,
nachdem die Patienten vollständig ausgeatmet hatten, zeigte
sich in 25 Fällen ein als "Air Trapping" bezeichnetes
Phänomen.
Dabei verhalten sich die feinen unteren Atemwege wie Ventile,
indem ihre Wände beim Ausatmen regelrecht in sich zusammenfallen.
Die Folge sind Kurzatmigkeit, trockener Husten oder pfeifender
Atem. Laut Mendelsons Kollege Rafael de la Hoz von der New York
University könne das Phänomen ähnlich wie Asthma
behandelt werden, etwa durch Gabe von die Atemwege erweiternden
Mitteln. "Bei einigen Patienten, jedoch längst nicht
bei allen, haben wir eine Verbesserung beobachtet", so der
Mediziner. "Wir werden die Augen offen halten, um weitere
mögliche Probleme frühzeitig zu entdecken."
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