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- 30.11.2004 -

 

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World Trade Center: Husten durch Luftverhalt

Den Ursachen des rätselhaften "World Trade Center-Hustens" glauben amerikanische Mediziner etwas näher gekommen zu sein.

(jkm) - Wie die Forscher jetzt auf einem Fachkongress in Chicago berichten, leiden einige der Patienten unter einer Überblähung der Lunge: Luft gelangt zwar beim Einatmen in die betroffenen Lungenbereiche hinein, kann jedoch nicht wieder ausgeatmet werden.

"Unsere Arbeit bestätigt, dass nach den Anschlägen vom 11. September 2001 die Helfer vor Ort Umweltschadstoffen ausgesetzt waren, die schließlich zu Atemwegsproblemen führten", erläutert David Mendelson. Der Radiologe von der New Yorker Mount Sinai School of Medicine und seine Kollegen präsentieren ihre Resultate auf der Jahrestagung der Radiological Society of North America.

Per Computertomographie untersuchten Mendelson und Kollegen 29 Patienten, die sich an den Rettungs- und Aufräumarbeiten beteiligt hatten und bei denen später Atemwegsbeschwerden unklarer Ursache aufgetreten waren. Aufnahmen des Brustkorbs, bei denen die Patienten den Atem angehalten hatten, zeigten keine Auffälligkeiten. Wurden die Aufnahmen jedoch angefertigt, nachdem die Patienten vollständig ausgeatmet hatten, zeigte sich in 25 Fällen ein als "Air Trapping" bezeichnetes Phänomen.

Dabei verhalten sich die feinen unteren Atemwege wie Ventile, indem ihre Wände beim Ausatmen regelrecht in sich zusammenfallen. Die Folge sind Kurzatmigkeit, trockener Husten oder pfeifender Atem. Laut Mendelsons Kollege Rafael de la Hoz von der New York University könne das Phänomen ähnlich wie Asthma behandelt werden, etwa durch Gabe von die Atemwege erweiternden Mitteln. "Bei einigen Patienten, jedoch längst nicht bei allen, haben wir eine Verbesserung beobachtet", so der Mediziner. "Wir werden die Augen offen halten, um weitere mögliche Probleme frühzeitig zu entdecken."

 

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© ArtToday

Skyline New Yorks vor dem 11. September 2001.

 

 Mehr Informationen:

Radiological Society of North America

Atmungsorgan Lunge

 

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