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Mikroturbinen als Ersatz für Batterien
Miniaturturbinen, kleine Brennstoffzellen oder
winzige Wankelmotoren könnten in Zukunft den Energiehunger
tragbarer Geräte stillen.
(vv) - Zu den größten Schwierigkeiten bei leistungsfähigen,
mobilen Elektronikgeräten zählt die Stromversorgung:
Batterien sind schwer, teuer und haben relativ wenig Kapazität.
Neuen Schwung könnten Miniaturturbinen nach Flugzeugvorbild,
kleine Brennstoffzellen oder winzige Wankelmotoren bringen. Das
berichtet das Technologiemagazin "Technology Review"
in seiner Dezember-Ausgabe.
Forscher auf der ganzen Welt arbeiten zurzeit an der Entwicklung
neuer Technologien für die Stromversorgung tragbarer Geräte
- ein riesiger Zukunftsmarkt lockt. Denn derzeit müssen Entwickler
energiehungrige Funktionen wie größere und hellere
Bildschirme, Funkkommunikation oder GPS bei mobilen Anwendungen
vermeiden. Trotzdem sind zum Beispiel Laptop-Akkus nach wenigen
Stunden im Einsatz erschöpft.
Eine mögliche Abhilfe wären Mikro-Gasturbinen. Sie
haben nur ein Viertel des Größe einer typischen Handy-Batterie
und könnten mit einem winzigen Kanister Dieseltreibstoff
in einer Patrone zehn Stunden und länger laufen. Mit einer
kleinen Packung billiger und leichter Nachfüll-Patronen könnte
man einen PDA oder ein Mobiltelefon mehrere Tage lang intensiv
nutzen, ohne eine Steckdose zum Aufladen zu benötigen. Derartige
Mikroturbinen sollen in drei bis fünf Jahren marktreif sein.
Kleine Brennstoffzellen dagegen kommen bereits jetzt auf den
Markt - an ihnen wird seit Jahren mit hohen Investitionen geforscht.
Sie sind allerdings tendenziell größer als Mikro-Turbinen
und haben weniger Leistung - ein bis zwei Watt gegenüber
15 bis 20 Watt bei den Turbinen.
Als aussichtsreich gelten auch winzige Verbrennungsmotoren nach
dem Wankel-Prinzip. Ein Prototyp eines solchen Systems mit einem
Durchmesser von gerade mal einem Zentimeter konnte bereits eine
Leistung von 10 Watt erzeugen.
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