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Fleisch so unbelastet wie nie
Die Belastung des Lebensmittels Fleisch mit
Umweltschadstoffen ist laut einer Studie deutlich zurückgegangen.
(aid) - Das kürzlich in den Niederlanden gefundene dioxinhaltige
Futtermittel stellte keine Gefährdung der Konsumenten dar.
Solche Vorfälle oder Schlagzeilen schüren dennoch immer
wieder Ängste bei vielen Verbrauchern. Bekannt ist, dass
Schadstoffe wie Dioxin, Schwermetalle oder organische Kontaminanten
aus dem Futter in das Fleisch, die Milch und die Eier von Nutztieren
gelangen, sich dort anreichern und auf diesem Wege auf unsere
Teller kommen können. Wie belastet ist aber das Lebensmittel
Fleisch eigentlich generell durch Umweltkontaminanten? Dieser
Frage ist die Bundesforschungsanstalt für Ernährung
und Lebensmittel in Kulmbach nachgegangen und hat eine Studie
veröffentlicht, in der sie die aktuelle Situation darstellt.
Danach ist die Belastung des Lebensmittels Fleisch mit Umweltschadstoffen
klar rückläufig.
Die Bleigehalte in Fleisch - wie auch in anderen Lebensmitteln
- sind in den letzten 20 Jahren infolge gesetzlicher Regelungen
wie dem Verbot von verbleitem Kraftstoff stark zurückgegangen.
Auch die Cadmium- und Quecksilberkonzentrationen im Fleisch haben
deutlich abgenommen - Folge des rückläufigen Eintrags
dieser Schwermetalle in die Umwelt. Das Quecksilber zum Beispiel
stammte fast ausschließlich aus dem Einsatz von Saatbeizmitteln,
die in der Bundesrepublik Deutschland in den 80er Jahren verboten
wurden.
Allerdings gibt es noch Spätfolgen eines fast vergessenen
Ereignisses: Als Folge des Reaktorunfalls in Tschernobyl 1986
sind noch heute in einigen deutschen Waldgebieten, vor allem in
bestimmten Regionen Bayerns, erhöhte Mengen des Cäsium-Isotops
137 nachweisbar. Demzufolge kann Rehwild und vor allem Schwarzwild
in den betroffenen Gebieten jahreszeitlich schwankend erhöhte
Radiocäsiumkontamination aufweisen. Damit aus den kritischen
Gebieten kein belastetes Fleisch in den Handel gelangt, müssen
die Tiere dort noch viele Jahre lang kontrolliert werden.
Aus den Untersuchungen geht hervor, dass die Gehalte an Schwermetallrückständen
und Chlorkohlenwasserstoffen in Fleisch und Fleischprodukten in
den letzten 25 Jahren klar zurückgegangen sind. Das Lebensmittel
Fleisch ist heute so gering mit Umweltkontaminanten belastet wie
nie zuvor. Allerdings gibt die Bundesanstalt zu bedenken, dass
jederzeit neue unerwünschte Stoffe in die Umwelt und damit
in die Nahrungskette gelangen können und sieht fortlaufend
hohe Anforderungen an Wissenschaft und Politik, um mögliche
Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren.
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