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- 15.11.2004 -

 

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Studie: Massentierhaltung ist Sprungbrett für Krankheiten

Die Massentierhaltung birgt Tierschützern zufolge zunehmend hohe Gesundheitsrisiken für Mensch und Tier.

(vv) - Die Welttierschutzgesellschaft WSPA warnte am Montag in Bonn vor den Gefahren, die von der Massentierhaltung ausgehen und die Gesundheit von Mensch und Tier bedrohen - ein Problem, mit dem vor allem Entwicklungsländer konfrontiert seien. Einen entsprechenden Bericht will die WSPA diese Woche auf der Konferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Mexiko vorgelegen.

Die landwirtschaftliche Massentierhaltung sei ein "Sprungbrett" für Zoonosen wie BSE, Vogelgrippe und das Nipah-Virus. Denn die beengten und zumeist unhygienischen Bedingungen der Massentierhaltung stellten einen idealen Nährboden für Krankheiten dar. Wissenschaftler sagten voraus, dass mit der Ausweitung der industriellen Landwirtschaft in tropischen Gebieten das Risiko für Krankheiten zunehme, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden.

Da bis zum Jahr 2020 die Entwicklungsländer eine weltweit führende Position bei der industriellen Fleischproduktion übernehmen würden, werde es dort zu immer größeren Gesundheitsgefahren kommen. "Die Methoden der Intensivbewirtschaftung, die in Europa und Nordamerika zunehmend unter Beschuss geraten, werden in die Entwicklungsländer verlagert. Großes Leiden für die Nutztiere und häufig auch ein zunehmendes Krankheitsrisiko für Mensch und Tier sind die Folgen", sagte Leah Garces von der WSPA.

Zudem werden Tiere, die in Massentierhaltung leben, laut WSPA über ihr normales Futter regelmäßig mit Antibiotika versorgt. Nach Angaben der WHO trägt der weit verbreitete Gebrauch derartiger Medikamente in der Tierhaltung zur Entstehung antibiotikaresistenter Mikroorganismen bei. Dadurch werde es noch schwieriger, Infektionskrankheiten bei Mensch und Tier in den Griff zu bekommen. Der wissenschaftliche Lenkungsausschuss der EU-Komission schlage deshalb ein Verbot aller Antibiotika als Wachstumsbeschleuniger vor.

Die WSPA forderte die WHO und andere Gesundheitsgremien auf, den weiteren Ausbau der Massentierhaltung auf keinen Fall zu fördern oder zu empfehlen. Der Ausstieg aus der Massentierhaltung müsse zu Gunsten einer tierfreundlicheren und nachhaltigeren Landwirtschaft eingeleitet werden.

 

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WSPA

 

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