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- 10.11.2004 -

 

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Allergien: Frühzeitige Prävention entscheidend

Zur Vermeidung von Allergien sind Präventionsmaßnahmen im Säuglings- und Kindesalter von entscheidender Bedeutung.

(aid) - Besonders in den Industrienationen haben Allergien in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen. Dabei beginnt die "Allergiekarriere" oft bereits im frühen Säuglingsalter mit einer Lebensmittelallergie beziehungsweise atopischen Dermatitis und wechselt im Kindes- und Jugendalter häufig zu einem Heuschnupfen oder allergischem Asthma. Zur Vermeidung von Allergien sind deshalb Präventionsmaßnahmen im Säuglings- und Kindesalter von entscheidender Bedeutung, wie die Diplom-Oecotrophologin Ute Körner auf der 12. Aachener Diätetik Fortbildung erklärte.

Spezifische Faktoren, die die Allergieentwicklung beeinflussen, sind unreife Verdauungs- und Immunfunktionen sowie eine frühe und häufige Allergenexposition sowohl durch Nahrungsmittel- als auch Inhalationsallergene (Haustierhaltung, Hausstaubmilben, Pollenbelastung). Zu den unspezifischen Faktoren gehören Aktiv- und Passivrauchen, das Innenraumklima (hohe Luftfeuchtigkeit und Temperatur), Luftverschmutzung (Dieselruß, Ozon) und übertriebene Hygiene. Solche Umweltfaktoren gilt es für Risikokinder zu vermeiden: also beispielsweise keine felltragenden Haustiere (insbesondere Katzen) anschaffen und die Belastung durch Hausstaubmilben-Allergene reduzieren (Staubfänger wie Teppiche und Regale meiden).

Daneben gilt für Mütter die Empfehlung, ihr Baby in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich zu stillen. Ab dem siebten Monat kann mit einer schrittweisen Einführung von Beikost begonnen werden. Am besten erhalten die Babys maximal ein neues Lebensmittel pro Woche und werden von den Eltern beobachtet, ob eine allergische Reaktion auftritt. In den ersten ein bis zwei Lebensjahren sind starke Nahrungsmittelallergene in der Beikost wie Kuhmilch, Eier, Fisch, Soja, Nüsse, Zitrusfrüchte, Schokolade zu vermeiden. Weniger allergen sind beispielsweise, Kartoffeln, Reis, Hirse, Spinat, Pastinake, Karotten, Birnen, Äpfel, Bananen, Rind, Geflügel und Lamm.

 

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 Mehr Informationen:

Aktionsbündnis Allergieprävention

 

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