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Allergien: Frühzeitige Prävention entscheidend
Zur Vermeidung von Allergien sind Präventionsmaßnahmen
im Säuglings- und Kindesalter von entscheidender Bedeutung.
(aid) - Besonders in den Industrienationen haben Allergien in
den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen. Dabei beginnt die "Allergiekarriere"
oft bereits im frühen Säuglingsalter mit einer Lebensmittelallergie
beziehungsweise atopischen Dermatitis und wechselt im Kindes-
und Jugendalter häufig zu einem Heuschnupfen oder allergischem
Asthma. Zur Vermeidung von Allergien sind deshalb Präventionsmaßnahmen
im Säuglings- und Kindesalter von entscheidender Bedeutung,
wie die Diplom-Oecotrophologin Ute Körner auf der 12. Aachener
Diätetik Fortbildung erklärte.
Spezifische Faktoren, die die Allergieentwicklung beeinflussen,
sind unreife Verdauungs- und Immunfunktionen sowie eine frühe
und häufige Allergenexposition sowohl durch Nahrungsmittel-
als auch Inhalationsallergene (Haustierhaltung, Hausstaubmilben,
Pollenbelastung). Zu den unspezifischen Faktoren gehören
Aktiv- und Passivrauchen, das Innenraumklima (hohe Luftfeuchtigkeit
und Temperatur), Luftverschmutzung (Dieselruß, Ozon) und
übertriebene Hygiene. Solche Umweltfaktoren gilt es für
Risikokinder zu vermeiden: also beispielsweise keine felltragenden
Haustiere (insbesondere Katzen) anschaffen und die Belastung durch
Hausstaubmilben-Allergene reduzieren (Staubfänger wie Teppiche
und Regale meiden).
Daneben gilt für Mütter die Empfehlung, ihr Baby in
den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich zu stillen.
Ab dem siebten Monat kann mit einer schrittweisen Einführung
von Beikost begonnen werden. Am besten erhalten die Babys maximal
ein neues Lebensmittel pro Woche und werden von den Eltern beobachtet,
ob eine allergische Reaktion auftritt. In den ersten ein bis zwei
Lebensjahren sind starke Nahrungsmittelallergene in der Beikost
wie Kuhmilch, Eier, Fisch, Soja, Nüsse, Zitrusfrüchte,
Schokolade zu vermeiden. Weniger allergen sind beispielsweise,
Kartoffeln, Reis, Hirse, Spinat, Pastinake, Karotten, Birnen,
Äpfel, Bananen, Rind, Geflügel und Lamm.
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