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- 08.11.2004 -

 

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Feinstaub verengt Arterien

Feine Staubpartikel in der Luft verengen die Arterien. Dies könnte die Häufung von Herzinfarkten und Schlaganfällen in Gebieten mit hoher Luftverschmutzung erklären.

(jkm) - Feine Staubpartikel in der Luft lösen langfristig eine Verengung der Arterien aus oder beschleunigen sie zumindest. Das berichtet eine amerikanische Medizinergruppe auf einem Fachkongress in New Orleans. Ihre Resultate könnten die Häufung von Herzinfarkten und Schlaganfällen in Gebieten mit hoher Luftverschmutzung erklären.

"Unsere Untersuchung zeigt, dass Luftverschmutzung in einem sehr frühen Stadium zu Herz-Kreislauf-Problemen beiträgt", erläutert Nino Künzli von der University of Southern California in Los Angeles. "Ähnlich wie Rauchen, fördert sie die Atherosklerose, den eigentlichen Krankheitsprozess bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen."

Künzli und Kollegen werteten Daten zweier Studien aus, an denen fast 800, mindestens 40 Jahre alte Personen im Großraum Los Angeles teilgenommen hatten. Dabei war unter anderem die Dicke der inneren Arterienwandung in den Halsschlagadern gemessen worden - ein Indikator für eine beginnende "Arterienverkalkung". Diese Werte verknüpften die Mediziner mit den Feinstaub-Konzentrationen, denen die Teilnehmer an ihrem Wohnort typischerweise ausgesetzt waren. Derartige Partikel mit Durchmessern unter 2,5 Mikrometern (PM2,5) werden bei der Verbrennung fossiler Treibstoffe und bei der Metallverarbeitung freigesetzt.

Wie die Forscher auf einer Tagung der American Heart Association berichten, fanden sie einen deutlichen Zusammenhang zwischen Atherosklerose und Feinstaub. Je zusätzlichen 10 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft stieg die Dicke der Arterienwandung um 3,9 bis 4,3 Prozent. Bei Frauen jenseits des 60. Lebensjahrs betrug die Verdickung sogar 15,7 Prozent. Künzli und Kollegen vermuten, dass das Einatmen des Feinstaubs eine chronische Entzündung auslöst und so die Ablagerung oxidierter Fette in der Arterienwand beschleunigt.

 

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 Mehr Informationen:

American Heart Association

DIE ZEIT: Tod vom Allerfeinsten

Bundesumwelt- ministerium

 

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