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Feinstaub verengt Arterien
Feine Staubpartikel in der Luft verengen die
Arterien. Dies könnte die Häufung von Herzinfarkten
und Schlaganfällen in Gebieten mit hoher Luftverschmutzung
erklären.
(jkm) - Feine Staubpartikel in der Luft lösen langfristig
eine Verengung der Arterien aus oder beschleunigen sie zumindest.
Das berichtet eine amerikanische Medizinergruppe auf einem Fachkongress
in New Orleans. Ihre Resultate könnten die Häufung von
Herzinfarkten und Schlaganfällen in Gebieten mit hoher Luftverschmutzung
erklären.
"Unsere Untersuchung zeigt, dass Luftverschmutzung in einem
sehr frühen Stadium zu Herz-Kreislauf-Problemen beiträgt",
erläutert Nino Künzli von der University of Southern
California in Los Angeles. "Ähnlich wie Rauchen, fördert
sie die Atherosklerose, den eigentlichen Krankheitsprozess bei
Herz-Kreislauf-Erkrankungen."
Künzli und Kollegen werteten Daten zweier Studien aus, an
denen fast 800, mindestens 40 Jahre alte Personen im Großraum
Los Angeles teilgenommen hatten. Dabei war unter anderem die Dicke
der inneren Arterienwandung in den Halsschlagadern gemessen worden
- ein Indikator für eine beginnende "Arterienverkalkung".
Diese Werte verknüpften die Mediziner mit den Feinstaub-Konzentrationen,
denen die Teilnehmer an ihrem Wohnort typischerweise ausgesetzt
waren. Derartige Partikel mit Durchmessern unter 2,5 Mikrometern
(PM2,5) werden bei der Verbrennung fossiler Treibstoffe und bei
der Metallverarbeitung freigesetzt.
Wie die Forscher auf einer Tagung der American Heart Association
berichten, fanden sie einen deutlichen Zusammenhang zwischen Atherosklerose
und Feinstaub. Je zusätzlichen 10 Mikrogramm Feinstaub pro
Kubikmeter Luft stieg die Dicke der Arterienwandung um 3,9 bis
4,3 Prozent. Bei Frauen jenseits des 60. Lebensjahrs betrug die
Verdickung sogar 15,7 Prozent. Künzli und Kollegen vermuten,
dass das Einatmen des Feinstaubs eine chronische Entzündung
auslöst und so die Ablagerung oxidierter Fette in der Arterienwand
beschleunigt.
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