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Verbindung zwischen Allergie und Blutkrebs
Einige allergische Erkrankungen gehen laut einer
aktuellen Studie mit einem erhöhten Risiko für Blutkrebs
einher.
(jkm) - Einige allergische Erkrankungen scheinen das Risiko für
Blutkrebs zu erhöhen, hat eine schwedisch-amerikanische Forschergruppe
ermittelt. Frühere Studien hatten dagegen vermuten lassen,
dass Allergien einen gewissen Schutz vor Krebs bewirken können.
"Bei unserer Studie fanden wir, dass Personen mit Nesselsucht
ein erhöhtes Leukämie-Risiko aufweisen", erläutert
Karin Söderberg vom Karolinska Institutet in Stockholm. "Zudem
berechneten wir ein erhöhtes Risiko für Non-Hodgkin-Lymphome
bei jenen, die in der Kindheit Ekzeme aufgewiesen hatten."
Für andere allergische Erkrankungen wie Heuschnupfen ließ
sich dagegen keine Verbindung mit dem Krebsrisiko herstellen,
berichten die Medizinerin und ihre Kollegen im Fachblatt "BMC
Public Health".
Die Gruppe verfolgte den Werdegang von 16,539 Zwillingen, die
in den Jahren 1885 bis 1925 geboren und im Schwedischen Zwillingsregister
erfasst worden waren. Alle hatten im Jahr 1967 in einem Fragebogen
Auskunft zu allergischen Erkrankungen gegeben. Im Zeitraum 1969
bis 1999 erkrankten 324 von ihnen an Leukämie, einem Myelom
oder einem Lymphom. Dabei war das Risiko für Leukämie
bzw. Non-Hodgkin-Lymphom etwa verdoppelt, wenn die Personen an
Nesselsucht bzw. in der Kindheit an Ekzemen gelitten hatten.
"Die Resultate unserer Studie stützen nicht die Hypothese
der 'Immun-Kontrolle'", so Söderberg. Dieser Hypothese
zufolge schützen allergische Erkrankungen gegen maligne Erkrankungen,
indem sie Fähigkeit des Immunsystems steigern, entartete
Zellen zu erkennen und zu eliminieren. Die Medizinerin und ihre
Kollegen vermuten vielmehr, dass bei Allergikern die erhöhte
Produktion weißer Blutkörperchen die Wahrscheinlichkeit
für Mutationen und damit letztlich für Krebs erhöht.
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