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Nachahmer werden gewissenhaft
Kinder, die ihre Eltern besonders eifrig nachahmen,
entwickeln ein stärker ausgeprägtes Gewissen.
(jkm) - Experimente amerikanischer Psychologen zeigten: Je bereitwilliger
ihre kleinen Probanden im Säuglingsalter das Verhalten der
Mutter nachahmten, desto besser widerstanden sie im Vorschulalter
Verlockungen und desto ausgeprägter war ihr Schuldgefühl.
"Nachahmen gilt seit langem als Mechanismus für die
Entwicklung des Gewissens", schreiben die Forscher um David
Forman von der University of Minnesota, Minneapolis, im Fachblatt
"Psychological Sciences". Die neuen Resultate bestätigten,
"dass Imitieren ein frühes Zeichen eines sich entfaltenden
Entwicklungsprozesses ist."
Eifrige Nachahmer halten sich an Regeln
Forman und Kollegen konnten 106 Mütter samt Kindern für
die Teilnahme an ihrer Studie gewinnen. Im Alter von 14 und 22
Monaten testeten sie, wie bereitwillig die Kleinen das Verhalten
ihrer Mutter nachahmten - beispielsweise, wenn diese so tat, als
würde sie einen Tisch abwischen oder ein Stofftier füttern.
Im Alter von 33 und 45 Monaten überprüften die Psychologen,
wie es um die moralische Entwicklung der Kinder bestellt war.
Tatsächlich hielten sich besonders eifrige Nachahmer nun
eher an Regeln und Vorschriften. So beschäftigten sie sich
in einem Raum voller Spielzeug auch dann mit einer ihnen aufgetragenen
Sortieraufgabe, wenn die Erwachsenen längere Zeit in einen
Nachbarraum gingen. Wurde ihnen dagegen ein vermeintlich wertvolles
Musikinstrument gegeben, das bei der ersten Berührung in
seine Einzelteile zerfiel, zeigten sich diese Kinder eher schuldbewusst.
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