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Klimaschutz: Autos statt Äcker
Äcker in Wiesen umzuwandeln oder Wälder
aufzuforsten, bringt für den Klimaschutz relativ wenig. US-Forscher
empfehlen, stattdessen beim Klimasünder Auto anzusetzen.
(jkm) - Äcker in Wiesen umzuwandeln oder auf das Pflügen
zu verzichten, kann die Kohlendioxid-Bilanz der Vereinigten Staaten
nur moderat beeinflussen. Zu diesem Schluss kommen zwei amerikanische
Biologen in den "Proceedings of the National Academy of Sciences".
Ihrer Analyse zufolge sollte man lieber an einer der Quellen ansetzen
- dem Straßenverkehr.
Im Jahr 2001 hätten die Vereinigten Staaten durch die Verbrennung
fossiler Treibstoffe 1,58 Petagramm (Milliarden Tonnen) Kohlenstoff
freigesetzt, schreiben Robert Jackson und William Schlesinger
von der Duke University in Durham, North Carolina. "Wir zeichnen
für ein Viertel der globalen Kohlendioxid-Emissionen zuständig",
so Jackson, "und das, obwohl lediglich 5 Prozent der Weltbevölkerung
stellen."

© ArtToday
Äcker in Wiesen umzuwandeln, kann die
Kohlendioxid-Bilanz der Vereinigten Staaten nur moderat
beeinflussen.
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Sparsamere Autos
Die Forscher verglichen zwei Möglichkeiten zur Senkung des
Netto-Ausstoßes. Einige Experten und Politiker möchten
verstärkt Kohlendioxid in Biomasse binden, indem landwirtschaftliche
Flächen in Wiesen umgewandelt bzw. minimal bearbeitet und
Wälder aufgeforstet werden. Selbst die Stilllegung sämtlicher
Anbauflächen der USA würde die CO2-Emissionen jedoch
nur um 4 Prozent senken, schätzen Jackson und Schlesinger.
Für eine - vorübergehende - zehnprozentige Reduktion
müsste dagegen ein Drittel aller Äcker in Wälder
umgewandelt werden.
Ein anderer möglicher Ansatzpunkt ist der Straßenverkehr.
Laut den Forschern kommen 20 Prozent der CO2-Emissionen der USA
aus den Auspuffen von PKW und kleineren LKW. Eine deutliche Reduzierung
sei daher durch Umstellung auf sparsame Automobile zu erreichen
- angesichts eines Durchschnittsverbrauchs von derzeit 10,6 bzw.
13,4 Litern pro 100 Kilometer ein durchaus erreichbares Ziel.
Jackson und Schlesinger befürworten daher eine staatliche
Förderung sparsamer Diesel- und Hybridfahrzeuge. Letztlich
dürfe man sich jedoch nicht auf eine einzige Strategie beschränken,
so die Forscher.
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