vista verde SucheNewsThemenAktion

v i s t a   v e r d e   n e w s   -   W i s s e n s c h a f t   &   T e c h n i k


- 26.10.2004 -

 

  Nachrichten aus Umwelt und Natur täglich frei Haus - abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter:
 
 
[ mehr Infos ]


 

Klimaschutz: Autos statt Äcker

Äcker in Wiesen umzuwandeln oder Wälder aufzuforsten, bringt für den Klimaschutz relativ wenig. US-Forscher empfehlen, stattdessen beim Klimasünder Auto anzusetzen.

(jkm) - Äcker in Wiesen umzuwandeln oder auf das Pflügen zu verzichten, kann die Kohlendioxid-Bilanz der Vereinigten Staaten nur moderat beeinflussen. Zu diesem Schluss kommen zwei amerikanische Biologen in den "Proceedings of the National Academy of Sciences". Ihrer Analyse zufolge sollte man lieber an einer der Quellen ansetzen - dem Straßenverkehr.

Im Jahr 2001 hätten die Vereinigten Staaten durch die Verbrennung fossiler Treibstoffe 1,58 Petagramm (Milliarden Tonnen) Kohlenstoff freigesetzt, schreiben Robert Jackson und William Schlesinger von der Duke University in Durham, North Carolina. "Wir zeichnen für ein Viertel der globalen Kohlendioxid-Emissionen zuständig", so Jackson, "und das, obwohl lediglich 5 Prozent der Weltbevölkerung stellen."

 


© ArtToday

Äcker in Wiesen umzuwandeln, kann die Kohlendioxid-Bilanz der Vereinigten Staaten nur moderat beeinflussen.

 

Sparsamere Autos

Die Forscher verglichen zwei Möglichkeiten zur Senkung des Netto-Ausstoßes. Einige Experten und Politiker möchten verstärkt Kohlendioxid in Biomasse binden, indem landwirtschaftliche Flächen in Wiesen umgewandelt bzw. minimal bearbeitet und Wälder aufgeforstet werden. Selbst die Stilllegung sämtlicher Anbauflächen der USA würde die CO2-Emissionen jedoch nur um 4 Prozent senken, schätzen Jackson und Schlesinger. Für eine - vorübergehende - zehnprozentige Reduktion müsste dagegen ein Drittel aller Äcker in Wälder umgewandelt werden.

Ein anderer möglicher Ansatzpunkt ist der Straßenverkehr. Laut den Forschern kommen 20 Prozent der CO2-Emissionen der USA aus den Auspuffen von PKW und kleineren LKW. Eine deutliche Reduzierung sei daher durch Umstellung auf sparsame Automobile zu erreichen - angesichts eines Durchschnittsverbrauchs von derzeit 10,6 bzw. 13,4 Litern pro 100 Kilometer ein durchaus erreichbares Ziel. Jackson und Schlesinger befürworten daher eine staatliche Förderung sparsamer Diesel- und Hybridfahrzeuge. Letztlich dürfe man sich jedoch nicht auf eine einzige Strategie beschränken, so die Forscher.

 

 Seite drucken

 Hinweis versenden

 Mehr Informationen:

Duke University: School of the Environment and Earth Sciences

Hybrid-Autos

 

 Lesen Sie auch:

Russische Duma ratifiziert Kyoto-Protokoll

Kerry fordert Energiewende für die USA

CO2: US-Bundesstaaten verklagen Kraftwerksbetreiber

Hybrid-Fahrzeug zum umweltschonendsten Auto gekürt CO2 in die Wüste schicken

China: Weniger Methan aus Reisfeldern

Weitere Meldungen zum Thema Klimaschutz

 

 Werbung

zurück zur vorherigen Seite    nach oben

News: Seite 1 | Politik | Natur | Wissenschaft| Wirtschaft
Rubriken: Home | Suche | News | Themen | Aktion
vista verde: Impressum | Hilfe | Werbung

 

© vista verde 2004
Alle Rechte vorbehalten
Jede Vervielfältigung - auch auszugsweise - bedarf der Genehmigung