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Negative Auswirkungen von Mobilfunkstrahlen zurzeit nicht belegt
Derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen
zufolge wirken sich Mobilfunkstrahlen nicht negativ auf die Gesundheit
des Menschen aus, wenn die hierfür geltenden Grenzwerte eingehalten
werden.
(vv) - Dies erklärte die Bundesregierung am Freitag im Bundestag
in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion.
Die Regierung berief sich dabei auf Empfehlungen anerkannter unabhängiger
internationaler Fachgremien wie der Weltgesundheitsorganisation
und der internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierenden
Strahlen sowie der deutschen Strahlenschutzkommission. Einzeln
vorliegende Hinweise auf biologische Auswirkungen unterhalb oder
in der Nähe der Grenzwerte will die Regierung nach eigenen
Angaben durch weitere Forschungsanstrengungen klären.
Ergebnisse neuerer Studien wiesen auch darauf hin, dass Unterschiede
bezüglich der Eindringtiefe und SAR-Verteilung zwischen Kindern
und Erwachsenen zwar vorhanden seien, jedoch geringer als auf
Grund älterer Modellierungen angenommen wurde. Der so genannte
SAR-Wert, der jedem Handy zugeordnet werden kann, macht Aussagen
über die Strahlungsintensität des Gerätes. Nach
einer von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen repräsentativen
Umfrage hierzulande ist dieser Wert nur knapp einem Drittel der
Bevölkerung bekannt. Nur bei etwa zwei Prozent der Befragten
spiele bei der Kaufentscheidung des Handys die Strahlungsintensität
eine Rolle.
Die Unionsfraktion fragte auch nach der Zurückhaltung der
Hersteller, das Ökolabel "Blauer Engel" für
strahlungsarme Mobiltelefone zu nutzen. Die Bundesregierung verwies
auf die ablehnende Haltung der Industrie gegenüber dem Ökolabel.
So hätten Handyhersteller erklärt, dass mit dem "Blauen
Engel" suggeriert werde, das entsprechend gekennzeichnete
Handy sei gesundheitlich unbedenklicher als solche ohne das Ökolabel.
Ferner begründe die Industrie ihre Ablehnung damit, dass
es sich um einen globalisierten Markt handele und die Geräte
europäischen Vorgaben entsprächen.
Auch werde das Prinzip, die SAR-Werte aus Vorsorgegründen
abzusenken, von den Herstellern nicht anerkannt. Laut Regierung
mangelt es an der Bereitschaft mit dem "Blauen Engel"
einen aktiven Beitrag zum vorsorgenden Gesundheits- und Verbraucherschutz
zu leisten. Sie forderte die Handyhersteller auf, die Entwicklung
strahlungsärmerer Handys voranzutreiben und sich einer verstärkten
Verbraucherinformation nicht zu verschließen.
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