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- 05.10.2004 -

 

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Arktis: Eisbedeckung erneut unter Durchschnitt

In der Arktis bedeckt das Meereis auch in diesem Jahr deutlich weniger Fläche als im langjährigen Mittel.

(jkm) - Nach der Auswertung von Satellitendaten gehen amerikanische Wissenschaftler von einem Rückgang um rund 13 Prozent aus. Ein ähnliches "Minus" war in den beiden Vorjahren beobachtet worden. Allerdings ist unklar, ob Temperaturveränderungen die alleinige Ursache sind.

Bereits im Jahr 2002 hatten Mark Serreze vom National Snow and Ice Data Center an der University of Colorado, Boulder, und seine Kollegen ein Rekordminus von 15 Prozent ermittelt. "Auf eine geringe Eisbedeckung im September in einem Jahr folgt häufig eine 'Erholung' im nächsten", erläutert der Forscher. Im Jahr 2003 sei jedoch ein Minus von etwa 12 Prozent aufgetreten.

Das Jahr 2004 sei damit das dritte Jahr in Folge mit einer unterdurchschnittlichen Eisbedeckung, so Serreze weiter. "Dies deutet auf eine Beschleunigung des Abwärtstrends hin." Für ihre Erhebungen werten die Wissenschaftler regelmäßig Daten des Special Sensor Microwave Imagers aus. Das Instrument kam auf bislang sechs Satelliten des Defense Meteorological Satellite Program (DMSP) zum Einsatz. Mit Hilfe von Mikrowellen kann es unter anderem die Luftfeuchte, die Windgeschwindigkeit an der Meeresoberfläche oder die Schneetiefe ermitteln.

 


© ArtToday

Diskobucht an der Westküste Grönlands: Eisbedeckung der Arktis geht zurück.

 

Eisdecke schrumpft wegen Treibhauseffekt

In dem auf menschliche Aktivitäten zurückgehenden Treibhauseffekt sieht Serreze einen Grund für das Schrumpfen der Eisdecke. Schwankungen der Luftdruckverhältnisse, die Arktische Oszillation, könnten jedoch ebenfalls eine Rolle spielen, indem der Wind vor allem das dicke mehrjährige Meereis gen Süden in wärmere Gewässer treibe. Zwar bilde sich im Winter eine neue Eisdecke, diese sei jedoch dünn und schmelze im nächsten Sommer besonders rasch.

"Am ehesten lässt sich die Ansicht vertreten, dass der Rückgang des Meereises auf die Kombination von natürlichen Schwankungen und Treibhauseffekt zurückgeht", so Serreze. "Letzterer wird sich in den kommenden Jahrzehnten allerdings immer deutlicher auswirken."

 

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 Mehr Informationen:

National Snow and Ice Data Center

MPI für Meteorologie: Schmelzen die Gletscher und die Polkappen?

 

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