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Schlaflos: Verhaltenstherapie effektiver als Medikamente
Wer häufig mit Schlafproblemen zu kämpfen
hat, sollte es mit einer Verhaltenstherapie statt mit Schlafmitteln
versuchen.
(jkm) - Amerikanische Forscher raten
nach einem systematischen Vergleich der beiden Behandlungsmöglichkeiten
zur Verhaltenstherapie. Ihrer Ansicht nach
sollte beispielsweise das Erlernen von Entspannungsübungen
oder das Einhalten eines festen Schlaf-Wach-Zyklus bei Schlafstörungen
die Therapie der Wahl sein.
"Zur Behandlung der Schlaflosigkeit werden meist Schlaftabletten
eingesetzt", so Gregg Jacobs von der Harvard University in
Boston. Verglichen mit der kognitiven Verhaltenstherapie "waren
die Tabletten jedoch nur mäßig effektiv und verloren
an Wirkung, sobald sie nicht mehr eingenommen wurden." Laut
Jacobs hat etwa ein Drittel der US-Bevölkerung regelmäßig
Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen.
Verhaltenstherapie bewirkt dauerhafte Besserung
Der Mediziner und seine Kollegen führten nun eine Studie
mit 63 Erwachsenen durch, die an chronischen Einschlafproblemen
litten. Die Teilnehmer erhielten Tabletten mit dem Wirkstoff Zolpidem,
eine kognitive Verhaltenstherapie bzw. beides oder aber ein Placebo.
Die Auswertung von Schlafprotokollen in der Mitte des achtwöchigen
Behandlungszeitraums ergab, dass die Verhaltens- und die Kombinationstherapie
die Dauer bis zum Einschlafen um 44 Prozent reduzierte. Tabletten
und Scheintherapie erzielten eine Reduktion um 29 bzw. 10 Prozent.
Nach dem Absetzen der Tabletten stellten sich bei den Patienten
die alten Schlafprobleme wieder ein. Die Verhaltenstherapie bewirkte
dagegen eine dauerhafte Besserung, berichten Jacobs und Kollegen.
Die Kombination von Pharmako- und Verhaltenstherapie schien keinen
zusätzlichen Nutzen zu bringen.
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