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Rettungsratten sollen Opfer suchen
Mit Gehirnelektroden versehene Ratten könnten
zukünftig helfen, in den Trümmern eingestürzter
Gebäude nach Überlebenden zu suchen.
(jkm) - "Wenn ein Bombensuchhund fündig wird, erkennt
der Hundeführer das an seinen Bewegungen", so John Chapin
von der State University of New York in Brooklyn gegenüber
dem Magazin. "Statt einer Ratte solche Bewegungen anzutrainieren,
leiten wir die entsprechenden Signale direkt aus ihrem Gehirn
ab." Gleichzeitig könnten über die Elektroden die
Belohnungszentren der Nager stimuliert werden, um die Tiere vor
dem Einsatz auf einen bestimmten Geruch zu konditionieren und
sie in ihrem Tun zu bekräftigen. Über ihre Versuche
berichteten die Neurowissenschaftler im Magazin "New Scientist".

© PhotoCase.de
Dank ihrer geringen Körpergröße,
ihres feinen Geruchssinns und ihrer Gelehrigkeit sind
Ratten ideal geeignet für die Suche nach Verschütteten.
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Chapin und seine Kollegen Linda und Raymond Hermer-Vazquez führen
ihre Untersuchungen im Rahmen eines Projekts durch, das von der
Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) gefördert
wird, der Forschungsbehörde des US-Verteidigungsministeriums.
Ihrer Ansicht nach sind Ratten dank ihrer geringen Körpergröße,
ihres feinen Geruchssinns und ihrer Gelehrigkeit ideal geeignet
für die Suche inmitten von Gebäudetrümmern.
Die Forscher implantieren den Tieren wenige Hunderstel Millimeter
feine Elektroden in den olfaktorischen und den motorischen Kortex.
Die Signale dieser Elektroden werden per Funk-Rucksack an einen
PC übermittelt und zeigen, wann ein Nager auf den ihm beigebrachten
Geruch gestoßen ist - im Regelfall den eines Menschen. Allerdings
können die Ratten auch auf Sprengstoffe wie TNT oder RDX
konditioniert werden, um beispielsweise Gebäude nach versteckten
Bomben abzusuchen.
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