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Luftverschmutzung hemmt Lungenentwicklung
Jugendliche aus Gebieten mit starker Luftverschmutzung
besitzen häufig unterentwickelte Lungen, zeigt eine Studie
in Los Angeles.
(jkm) - Im Alter von 18 Jahren wiesen die Teilnehmer einer Langzeitstudie
im Großraum Los Angeles umso häufiger eine unterdurchschnittliche
Lungenfunktion auf, je stärker die Luft in ihrer Herkunftsgemeinde
mit Feinstaub und anderen Schadstoffen belastet war.
Beängstigende Langzeitfolgen
"Die Lungenentwicklung von Jugendlichen entscheidet über
ihre Atemkapazität und ihre Gesundheit im weiteren Leben",
erläutert John Peters von der University of Southern California
in Los Angeles, einer der Forscher. "Die möglichen Langzeitfolgen
einer verminderten Lungenfunktion sind beängstigend. Was
die Bedeutung als Sterblichkeitsfaktor angeht, wird sie nur vom
Rauchen übertroffen." Beispielsweise steige mit abnehmender
Leistungsfähigkeit der Lungen das Risiko für Atemwegserkrankungen
und Herzinfarkte.
Für ihre Studie rekrutierten Peters und Kollegen im Jahr
1993 fast 1.800 Kinder im Alter von durchschnittlich zehn Jahren,
die in 12 Gemeinden mit unterschiedlich starker Luftverschmutzung
aufwuchsen. Wie die Forscher im "New England Journal of Medicine"
berichten, hinterließen die unterschiedlichen Umweltbedingungen
deutliche Spuren: Im Jahr 2001, nunmehr in einem Alter, in dem
die Lungen beinahe vollständig entwickelt sind, erzielten
Teilnehmer aus stark belasteten Gebieten häufig Testresultate,
die mindestens 20 Prozent unter den altersgemäßen Werten
lagen.
Schadstoffe aus der Verbrennung fossiler Kraftstoffe
Einen schädlichen Einfluss konnten die Mediziner insbesondere
für Schadstoffe aus der Verbrennung fossiler Kraftstoffe
nachweisen - Stickstoffdioxid, saure Dämpfe, Feinstaub mit
Durchmessern unter 2,5 Mikrometern (PM2,5) und Ruß. So erzielten
7,9 Prozent der Teilnehmer aus den am stärksten mit Feinstaub
belasteten Gemeinden bei der Messung jenes Volumens, das sie binnen
einer Sekunde maximal ausatmen konnten, zu niedrige Werte. Unter
den Teilnehmern aus kaum belasteten Gemeinden waren es lediglich
1,6 Prozent.
"Als wir diese Studie vor zehn Jahren begannen, hatten
wir keine Ahnung, dass wir derart ernste Effekte auf die Lunge
finden würden", so Peters. Ursache seien möglicherweise
chronische Entzündungen der feinen Atemwege.
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