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Bewegter Alltag beugt Übergewicht vor
Bewegungsarmut führt bei Kindern und Jugendlichen
häufig zu Übergewicht. Ein aktiver Lebensstil wirkt
dem Trend entgegen, meinen Experten.
(aid) - Auto fahren, fernsehen, sitzende Berufe - die körperliche
Beanspruchung und Aktivität im Alltag ist für die meisten
Menschen in den vergangenen 30 Jahren stark zurückgegangen.
Dieser Trend zur Bewegungsarmut betrifft auch Kinder und Jugendliche:
Freiräume, in denen sie sich ohne Aufsicht von Erwachsenen
aktiv bewegen können, sind seltener geworden. Inaktive Beschäftigungsformen
wie fernsehen oder DVD schauen, Gameboy oder Computer spielen
bekommen dagegen einen immer größeren Stellenwert in
ihrem Alltag. Experten sehen darin eine der Ursachen für
das häufigere Auftreten von Übergewicht (Adipositas)
in dieser Altersgruppe.
Zur Vorbeugung vor Übergewicht bzw. als Teil einer Adipositastherapie
ist daher eine schrittweise Veränderung der Alltagsgewohnheiten
hin zu einem aktiveren Lebensstil sinnvoll. Zuhause, in Schule
und Freizeit gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, Bewegungselemente
in den Alltag einzubauen. Das fängt an mit einfachen Maßnahmen
wie Treppen steigen statt Fahrstuhl fahren oder Entfernungen zu
Fuß und mit dem Fahrrad anstatt mit dem Auto oder dem Bus
zurückzulegen. Zuhause können die Kinder sich aktiv
an der Haus- und Gartenarbeit beteiligen und selbstverantwortlich
bestimmte bewegungsintensive Aufgaben wie Staub saugen oder Unkraut
jäten übernehmen.
Freizeit aktiv gestalten
Die Freizeitgestaltung der Kinder bietet viele Möglichkeiten
zu körperlichen Aktivitäten: Fußball spielen,
Fahrrad fahren, Spielen im Garten, im Feld oder im Wald, Klettern
auf Bäume, Bauen von Höhlen und vieles mehr. Wichtig
ist, dass die Kinder ihre eigenen Inaktivitäten wahrnehmen
und sich dann bewusst für aktive Alternativen entscheiden.
Die Lust, am Computer ein spannendes Spiel zu spielen oder im
Fernsehen die x-te Folge der Lieblingsserie zu sehen, ist aber
häufig stärker, als der Drang, nach draußen zu
gehen, kreativ werden zu müssen und sich körperlich
zu bewegen. Hier ist das aktive Vorbild der Eltern gefragt und
ein Motivationsschub wichtig. Gemeinsame Unternehmungen machen
Spaß und vielleicht auch Lust auf mehr: eine Fahrradtour,
ein Ausflug ins Schwimmbad, ein Familien-Fußballspiel locken
die Kinder nach draußen und sorgen nebenbei auch bei den
Erwachsenen für die nötige Bewegung.
Das aid-Trainermanual "Leichter, aktiver, gesünder"
kann beim aid infodienst bestellt werden.
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