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Bienengift als Ersatz für Antibiotika?
Mit Bienengift lassen sich möglicherweise
Bakterien bekämpfen, die gegen Antibiotika schon immun geworden
sind.
(jkm) - Wenn eine Biene zusticht, spritzt sie ihrem Gegner ein
Giftgemisch in den Körper, dessen wichtigster Wirkstoff das
Melittin ist. Dieses Peptid, das aus Ketten von über 20 Aminosäuren
besteht, kann Zellwände zerstören. Dazu zählen
auch die Membrane von Bakterien, berichten irische Forscher. Sie
meinen, mit dem Gift ließen sich Bakterien bekämpfen,
die gegen Antibiotika schon immun geworden sind.

© ArtToday
Mit Bienengift lassen sich möglicherweise
Bakterien bekämpfen.
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Eine Arbeitsgruppe um Alison Qua von der Queens University
Belfast identifizierte zwei Varianten des Melittins, von denen
die eine besonders gut gegen Bakterien wirkt, während die
andere menschlichen Blutzellen nur geringen Schaden zufügt.
Diese beiden Varianten wollen Qua und ihre Kollegen zu einem
Wirkstoff verbinden, der antibakteriell wirkt, dabei aber für
Mensch und Säugetier ungiftig bleibt. Ihr Projekt präsentierte
Qua heute auf einer Fachtagung der "Society for General Microbiology"
am Trinity College Dublin.
Wie die Forscherin berichtete, untersucht ihr Team zur Zeit die
Molekularstruktur des Melittins mit Hilfe der Magnet-Resonanz-Tomographie.
Diese Technik ermögliche es, Veränderungen in den Melittin-Molekülen
bei ihrem Eintritt in lebende Organismen zu beobachten.
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