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- 01.09.2004 -

 

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Envisat: Schwimmende Eisberge im Blick

Der Umweltsatellit Envisat überwacht künftig schwimmende Eisberge in der Antarktis. Forscher erhoffen sich bessere Meeresströmungs- und Klimamodelle.

(jkm) - Der europäische Umweltsatellit Envisat überwacht künftig schwimmende Eisberge in der Antarktis. Möglich wird dies durch ein Update des Radarsystems ASAR. Im so genannten "Global Monitoring Mode" (GMM) beobachtet der Satellit mehrmals täglich die Antarktis.

Dank der GMM-Technik kann das Radar 400 Kilometer weit blicken und Objekte ab einem Kilometer Umfang erfassen. 14 Mal täglich umkreist der Satellit die Erde, daher können Bewegungen einzelner Eisberge und –schollen kontinuierlich überwacht werden. Mit etwa drei Stunden Verzögerung werden die Daten künftig im Internet bereit gestellt, erklärte ESA-Mitarbeiter Eric Guyader bei der Präsentation des Projektes. So könne etwa der Schiffsverkehr vor größeren Eisbergen gewarnt werden.

Besonders kritisch beobachtet werden der McMurdo Sund und die Ross See, die von Versorgungsschiffen auf ihrem Weg zu amerikanischen und neuseeländischen Forschungsstationen durchquert werden müssen.

Bei Auffälligkeiten lässt sich beim nächsten Überflug in einzelne Bildausschnitte hinein zoomen, um beispielsweise abgebrochene Eisschollen detaillierter zu beobachten. "Durch wiederholte Vermessung des Eises können wir die Geschwindigkeit der Schmelze in wärmeren Gewässern berechnen", sagt Mark Drinkwater von der ESA Ice/Ocean Unit; "die Zufuhr großer Mengen Frischwasser kann die Charakteristik lokaler Gewässer verändern." Eine genauere Erfassung der Eisschollen werde daher bessere Meeresströmungs- und Klimamodelle ermöglichen, hofft Drinkwater.

 


© ESA

Wie Envisat die Antarktis sieht.

 

Der Satellit Envisat wurde am 28. Februar 2002 in seine Umlaufbahn geschossen. Die ESA will mit Hilfe des Satelliten mindestens fünf Jahre lang das Klima und das Zusammenspiel von Meer, Land und Luft erforschen.

 

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 Mehr Informationen:

Europäische Weltraumagentur ESA

Envisat

 

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