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Lebensstil bedingt Risiko für Herzinfarkt
Das Herzinfarkt-Risiko läßt sich
mit Hilfe von neun leicht messbaren Faktoren vorhersagen. Wer
seinen ungesunden Lebensstil ändert, kann sein Risiko um
80 Prozent verringern.
(jkm) - Bis zu 90 Prozent des Herzinfarkt-Risikos lassen sich
mit Hilfe von neun leicht messbaren Faktoren vorhersagen. Das
geht aus der internationalen Studie "Interheart" hervor,
die sich auf Daten von 30.000 Teilnehmern stützt. Wer seinen
ungesunden Lebensstil ändert, kann demnach sein Herzinfarkt-Risiko
um 80 Prozent verringern.
Am gefährlichsten sind laut Studie Zigarettenrauchen und
ein ungünstiges Verhältnis bestimmter Blutfette. Dies
gelte für praktisch alle Regionen der Welt, für alle
ethnischen Gruppen und in gleicher Weise für Frauen und Männern,
so die Forscher. Zusätzliche Risikofaktoren seien hoher Blutdruck,
Diabetes, Bauchfett, Stress, fehlender täglicher Konsum von
Obst und Gemüse, und fehlende tägliche Bewegung. Der
regelmäßige Konsum geringer Alkoholmengen habe eine
gewisse Schutzwirkung.
Die Studie berücksichtigt Daten von 15.152 Herzinfarkt-Patienten
sowie 14.820 Personen ohne Herzleiden. Die Teilnehmer kamen aus
52 Ländern - darunter 7000 aus Europa, 2000 aus Lateinamerika,
6000 aus China, 4000 aus Südasien und 1400 aus Afrika. Erste
Ergebnisse wurden am Wochenende auf dem Kongress der Europäischen
Kardiologengesellschaft (ESC) in München vorgestellt. Die
komplette Studie soll am 11. September im Fachjournal "The
Lancet" veröffentlicht werden. Sie wurde vom Kanadischen
Institut für Gesundheitsforschung, der Heart and Stroke Foundation
in Ontario und weiteren 37 Geldgebern - darunter mehreren pharmazeutische
Unternehmen - unterstützt.
"Die Studie zeigt, dass die beiden wichtigsten Risikofaktoren
für einen Herzinfarkt Zigarettenrauchen und eine abnormes
Verhältnis von Blutfetten - Apolipoprotein B zu Apolipoprotein
A-1 - sind, die zusammen die Prognose von zwei Drittel aller Herzinfarkten
ermöglichen" erklärte Studienkoordinator Salim
Yusuf von der kanadischen McMaster University auf dem Münchner
Kongress. Die Studie zeige nachdrücklich, dass das Risiko,
dass durch Tabakgenuss verursacht werde, unabhängig von der
Anwendungsart (Zigaretten, Pfeife, Zigarren, Kautabak) bei Jüngeren
noch höher sei als bei Älteren und zwar bei Männern
ebenso wie bei Frauen.
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