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- 20.08.2004 -

 

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Malaria: Resistenz an Bord

Interkontinentalreisen sind die Ursache dafür, dass in Afrika gleich zwei Malariamittel an Wirksamkeit verlieren.

(jkm) - DNA-Vergleichen zufolge gehen die Resistenzen auf asiatische Erreger zurück, die im Blut infizierter Personen nach Afrika gelangten. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Forschergruppe im Magazin "Science".

"Unsere Daten verdeutlichen, dass die Resistenz gegen Malariamedikamente ein internationales Problem ist, das koordinierte, internationale Gegenmaßnahmen erfordert", schreiben die Forscher um Cally Roper von der London School of Hygiene & Tropical Medicine. Zu solchen Gegenmaßnahmen könnte es beispielsweise gehören, sämtliche Reisende aus Südostasien und Südafrika mit Zielen in Afrika zu untersuchen und gegebenenfalls zu behandeln.

Bei der Malariaprophylaxe und -behandlung ist Chloroquin derzeit noch das Mittel der Wahl. Indem in Afrika einer der Erreger, Plasmodium falciparum, zunehmend resistent gegen Chloroquin wird, greift man häufig zu Pyrimethamin. Doch auch gegen dieses Mittel erweisen sich die Erreger immer öfter als resistent. Ursache sind mehrere Mutationen im Gen für das Enzym Dihydrofolat-Reductase (dhfr). Bislang war angenommen worden, dass diese Mutationen in Afrika selbst aufgetreten sind.

Roper und Kollegen sequenzierten nun das dhfr-Gen und dessen Nachbarregionen bei 12 Plasmodium-Parasiten aus Thailand und 42 Parasiten aus Afrika. Erstere sind mehr oder weniger resistent gegen Pyrimethamin, zudem unterscheiden sich die an das Gen angrenzenden Regionen bei ihnen praktisch nicht. Das gleiche Bild zeigte sich bei Pyrimethamin-resistenten Plasmodien aus Afrika. Bei den empfindlichen Plasmodien aus Afrika stießen die Forscher dagegen in beinahe jedem Fall auf andere Nachbarsequenzen.

"Resistenzen gegen Pyrimethamin waren in Asien weit verbreitet, als in Afrika die ersten Resistenzen gegen Chloroquin auftraten", schreiben die Forscher. "Die Einfuhr südostasiatischer Parasiten hat also zum Niedergang zweier kostengünstiger Wirkstoffe geführt, die in Afrika die Grundpfeiler der Malarietherapie waren."

 

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 Mehr Informationen:

London School of Hygiene & Tropical Medicine

WHO: Malaria

Malaria - Malariamittel

 

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