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Allergien durch Weichmacher?
Einen Zusammenhang zwischen Weichmachern und
allergischen Symptomen bei Kindern hat eine schwedisch-dänische
Forschergruppe nachgewiesen.
(jkm) - In der häuslichen Umgebung von Kindern mit Allergien
bzw. Asthma finden sich demnach deutlich höhere Konzentrationen
bestimmter Weichmacher als im Umfeld nicht betroffener Kinder.
Ihre Resultate präsentieren die Forscher im Fachblatt "Environmental
Health Perspectives".
"Zahlreiche Produkte und Oberflächenmaterialien [...]
enthalten Weichmacher aus der Gruppe der Phthalate", erläutert
Carl-Gustaf Bornehag von der Universität Karlstad. Die weltweite
Produktion dieser Substanzen, die Kunststoffe wie PVC weich und
elastisch machen und auch in Kosmetika und Körperpflegemitteln
eingesetzt werden, sei seit den 50er-Jahren auf nunmehr 3,5 Millionen
Tonnen pro Jahr gestiegen. Im gleichen Zeitraum seien auch Asthma
und Allergien immer häufiger geworden.
Um Anhaltspunkte für oder wider einen möglichen Zusammenhang
zu finden, analysierten die Forscher Daten über knapp 11.000
ein bis sechs Jahre alte Kinder im schwedischen Landkreis Värmland.
Von diesen wählten sie 198 Kinder mit Allergien und 202 gesunde
Kinder aus, deren häusliches Umfeld sie genauer studierten.
Unter anderem nahmen sie Staub- und Luftproben aus den jeweiligen
Kinderzimmern und unterzogen sie mikrobiologischen und chemischen
Analysen.
Der Vergleich zeigte, dass insbesondere Butylbenzylphthalat (BBzP)
in der Umgebung von Kindern mit allergischen Symptomen in höheren
Konzentrationen vorhanden war. Betrachteten die Forscher einzelne
Symptome, so fand sich ein klarer Zusammenhang zwischen der BBzP-Konzentration
und Rhinitis bzw. Ekzemen sowie zwischen Di-(2-ethylhexyl)-phthalat
(DEHP) und Asthma. Für vier weitere Phthalate fanden sie
dagegen keinen Zusammenhang zwischen Exposition und Erkrankung.
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