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Haustierhalter leben gesünder
Menschen mit Haustieren leben gesünder.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Langzeitstudie deutscher Privathaushalte.
(jkm) - Wer sich ein Haustier hält, geht weniger häufig
zum Arzt. Das zeigt eine repräsentative Langzeitstudie deutscher
Privathaushalte. Menschen ohne Haustier berichten demnach über
fast 19 Prozent mehr Arztbesuche als solche mit einem tierischen
Hausgenossen.
Mehrere Studien haben bereits vermuten lassen, dass Haustiere
einen beruhigenden Einfluss auf ihre Besitzer haben und so der
Gesundheit von Herz und Kreislauf, aber auch der Psyche förderlich
sind. Bruce Headey von der University of Melbourne und Markus
Grabka vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)
in Berlin werteten nun Daten des Sozio-oekonomischen Panel aus.
Dabei werden jährlich möglichst die gleichen Personen
zu ihren Lebensumständen und in regelmäßigen Abständen
auch zu speziellen Themen interviewt.
So geschehen in den Jahren 1996 und 2001, in denen die Teilnehmer
zu ihrer Gesundheit und zu evtl. Haustieren befragt wurden. Headey
und Grabka werteten die Antworten von 10.000 Teilnehmern aus und
fanden den positiven Einfluss der Haustiere bestätigt: Die
Haustierbesitzer kamen auf 2,8 bzw. 2,7 Arztbesuche in den drei
Monaten vor den Befragungen. Da sie zwischenzeitlich älter
geworden waren, war eigentlich mit einem Anstieg der Zahl gerechnet
worden. Bei den Befragten ohne Haustiere war dieser Trend klar
zu erkennen: Sie gaben durchschnittlich 3,0 bzw. 3,2 Arztbesuche
an.
Voraussetzung für den positiven Effekt scheint allerdings
zu sein, dass der Tierhalter gleichzeitig der Wohnungseigentümer
ist. Zudem scheinen vor allem jene zu profitieren, die ihr Tier
bereits länger als fünf Jahre besitzen. Umgekehrt lässt
der Verlust des Haustiers die Arztbesuche wieder auf das normale
Maß ansteigen.
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