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- 03.08.2004 -

 

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Mehr Erdbeben durch Gletscherschmelze?

Auf dem nordamerikanischen Kontinent wird es künftig mehr Erdbeben geben, wenn die Gletscher in Alaska weiter schmelzen.

(jkm) - Weil mit dem Eis auch der Druck auf die Erdkruste schwinde, würden die einzelnen Erdplatten beweglicher, sind amerikanische Geologen und NASA-Forscher überzeugt.

Jeanne Sauber und Bruce Molnia, die ihre Theorie im Fachblatt "Global and Planetary Change" vorstellen, berufen sich auf Satellitendaten sowie Ereignisse der Erdgeschichte. "Als vor 10.000 Jahren die Eiszeit endete, gab es mit der Schmelze großer Gletscher in Skandinavien zahlreiche schwere Beben", sagt Sauber, "auch Kanada verzeichnete mit dem Verschwinden des Eises viele Erdbeben." Vergleichbares sei im südlichen Alaska zu erwarten, wo seit dem Jahr 1899 die Gletscher um einige hundert Meter geschrumpft und teilweise ganz verschwunden seien. Zur Zeit beschleunige sich die Schmelze noch.

Aus dem Pazifischen Ozean erhebt sich eine Erdscholle, die sich stetig in die Küste Alaskas und damit unter die kontinentale Platte schiebt. Wenn das Gewicht der Gletscher keinen ausreichenden Gegendruck mehr erzeuge, werde sich die Spannung in Erdbeben entladen, fürchten Sauber und Molnia. Das so genannte St.Elias-Beben der Stärke 7,2 im Jahr 1979 stehe vermutlich schon mit der klimatischen Entwicklung in Zusammenhang.

 

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© ArtToday

Muir Inlet im Glacier Bay National Park, Alaska

 

 Mehr Informationen:

NASA

Die Gletscher des Glacier Bay National Park

Das Gletscherarchiv

Gletscher - Weiße Riesen auf dem Rückzug

MPI für Meteorologie: Schmelzen die Gletscher und die Polkappen?

 

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