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Mehr Erdbeben durch Gletscherschmelze?
Auf dem nordamerikanischen Kontinent wird es
künftig mehr Erdbeben geben, wenn die Gletscher in Alaska
weiter schmelzen.
(jkm) - Weil mit dem Eis auch der Druck auf die Erdkruste schwinde,
würden die einzelnen Erdplatten beweglicher, sind amerikanische
Geologen und NASA-Forscher überzeugt.
Jeanne Sauber und Bruce Molnia, die ihre Theorie im Fachblatt
"Global and Planetary Change" vorstellen, berufen sich
auf Satellitendaten sowie Ereignisse der Erdgeschichte. "Als
vor 10.000 Jahren die Eiszeit endete, gab es mit der Schmelze
großer Gletscher in Skandinavien zahlreiche schwere Beben",
sagt Sauber, "auch Kanada verzeichnete mit dem Verschwinden
des Eises viele Erdbeben." Vergleichbares sei im südlichen
Alaska zu erwarten, wo seit dem Jahr 1899 die Gletscher um einige
hundert Meter geschrumpft und teilweise ganz verschwunden seien.
Zur Zeit beschleunige sich die Schmelze noch.
Aus dem Pazifischen Ozean erhebt sich eine Erdscholle, die sich
stetig in die Küste Alaskas und damit unter die kontinentale
Platte schiebt. Wenn das Gewicht der Gletscher keinen ausreichenden
Gegendruck mehr erzeuge, werde sich die Spannung in Erdbeben entladen,
fürchten Sauber und Molnia. Das so genannte St.Elias-Beben
der Stärke 7,2 im Jahr 1979 stehe vermutlich schon mit der
klimatischen Entwicklung in Zusammenhang.
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